Dossier: Feiertage im November

Name:
Buß- und Bettag

Datum:
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird der Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Totensonntag, also dem letzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres, begangen. Dieses Jahr fällt der Buß- und Bettag auf den 20. November 2013.

Was wird gefeiert?
Bei diesem evangelischen Feiertag geht es nicht um das Büßen für begangene Vergehen im Sinne von “Bestrafung“. Für evangelische Christen ist er ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Er soll die Gelegenheit bieten, begangene Sünden zu bereuen und über gesellschaftliche Probleme und Ungerechtigkeiten nachzudenken.

Wer feiert das?/ Wer hat frei?
Seit dem Jahr 1995 wurde der Buß- und Bettag in allen Bundesländern mit der Ausnahme von Sachsen als arbeitsfreier Feiertag abgeschafft. Grund war die neu eingeführte Pflegeversicherung. Die Mehrbelastung der Arbeitgeber sollte mit der Mehrarbeit der Arbeitnehmer ausgeglichen werden.

Wie ist der Feiertag entstanden?
Gemeinsame Bußzeiten waren schon in der Antike bekannt. Im römischen Reich sollte in Krisenzeiten eine besondere Sühne die Götter gnädig stimmen. Ein einheitlicher Buß- und Bettag wurde erstmals 1852 von der Eisenacher Konferenz vorgeschlagen. Von den Ländern einheitlich anerkannt wurde dieser Termin jedoch erst 1934. Nachdem Adolf Hitler den Buß- und Bettag 1939 auf einen Sonntag verschob und damit faktisch abschaffte, wurde er erst 1981 wieder in der ganzen Bundesrepublik Deutschland als gesetzlichen Feiertag anerkannt. Seit 1995 gibt es den Feiertag nur noch in Sachsen.

Wie wird gefeiert?
Der Buß- und Bettag findet in allen Bundesländern immer noch Beachtung. Er wird von den Kirchen mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen erhalten. Diese finden nun meist abends statt, so dass auch Berufstätige an den Veranstaltungen teilnehmen können.

Weiter zum Totensonntag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.