Faber: „Ich will nicht provozieren, sondern überraschen“

Besinnlich zur Gitarre und wild zur Posaune, dabei oft mit politischer Botschaft – das ist Faber. Der 23-Jährige ist in seiner Heimat der Schweiz bereits ein Star. Mit seiner Musik erobert er nun auch die deutsche Popszene. Die pflichtlektüre hat den Sänger getroffen. 

Kurz und knapp: Das ist Faber

Wer ist das?

Hinter dem Sänger Faber steckt der 23-jährige Julian Pollina aus Zürich. Als Sohn des italienischen Musikers Pippo Pollina liegt ihm das musikalische Talent im Blut. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er schon während der Schulzeit am Züricher Musikgymnasium. Zur Band gehören Goran Koç (Piano), Janos Mijnssen (Vass und Violincello), Max Kämmerling (Percussion) und Tillmann Ostendarp mit den Künstlernamen DJ Real Madrid (Posaune und Schlagzeug).

Wo kommen sie her?

Faber und seine Band kommen aus der Schweiz.

Welche Musik spielen sie?

Hört man die Songs von Faber, stellt man sich zunächst einen 50-jährigen, verlebten Mann vor. Denn seine Stimme klingt rauchig und alt. Sieht man dann den 23-jährigen Sänger, ist man überrascht. Seine Plattenfirma nennt ihn daher nicht umsonst den „jungen Alten“. Diesen Überraschungseffekt weisen auch seine Liedtexte auf: Sie sind besinnlich, mal unbequem und sexistisch, dann wieder moralisch und mit politischer Botschaft. Dabei singt der Zürcher immer auf Hochdeutsch. Seine selbstgeschriebenen Texte treffen schließlich auf eine Mischung aus Pop- und Folkmusik mit Passagen einer rhythmischen Polka. Genau diese Mischung findet sich auch auf dem Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“, das im Juli 2017 erschienen ist.

Wo treten sie auf?

Faber durften bereits als Vorband von Sophie Hunger und der österreichischen Popband Wanda auftreten. In diesem Jahr tourt der Sänger mit seiner Band durch Deutschland: Bis Anfang November spielt er noch zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland, unter anderem in Essen, Köln, Bielefeld und Münster. Danach geht es auf Tour nach Österreich und in die Schweiz.

Gut zu wissen, dass …

Faber seine nächsten Songs gerne mal auf Italienisch und Französisch singen möchte.

Von Jule Zentek und Azuma Satter

Beitragsbild: Jule Zentek