Sonnendeck schließt für Umbau

Mittagessen unter dem Regenschirm

Mittagessen unter dem Regenschirm. Foto: Ida Haltaufderheide

Wegen Umbauarbeiten schließt das Sonnendeck im Herbst für drei Monate. Aus dem Bistro soll ein modernes Pizza- und Pastarestaurant werden. Bis zur Neueröffnung müssen die Studierenden aber ohne Sonnendeck auskommen, was auch heißt: Ohne gemütliche Sitzplätze auf der Couch – ausgerechnet im Winter. Christian Puslednik vom Studentenwerk erklärt, warum Veränderungen nötig sind und wo es während des Umbaus Kaffee gibt.

Es ist Sommer, endlich kann man wieder draußen sitzen. Am Sonnendeck ist die Hölle los, der Grill brutzelt und es duftet verführerisch nach frischem Grillfleisch. In der Sonne gibt es nichts Besseres als ein kühles Bier und ein Würstchen vom Grill. Aber: Wie gut schmeckt die Grillwurst ohne Sonne und bei Minusgraden oder Regen?

Besonders ansprechend ist diese Vorstellung nicht und doch müssen sich alle TU-Angehörigen genau darauf einstellen. Den Winter über wird das Sonnendeck nämlich komplett renoviert und umgebaut. Deshalb muss die Gastronomie drei Monate lang komplett geschlossen bleiben.

So soll das Sonnendeck nach dem Umbau aussehen Grafik: Tagesordnung Verwaltungsrat

So soll das Sonnendeck nach dem Umbau aussehen Grafik: Tagesordnung Verwaltungsrat

Platz schaffen für den Doppeljahrgang

Der Umbau ist nötig, weil nächstes Jahr der Doppeljahrgang Abitur macht. Wenn diese Abiturienten als neue Erstsemester an die Uni kommen, reichen die jetzigen Kapazitäten von Mensa, Sonnendeck und Co. nicht mehr aus. Deshalb sind verschiedene Maßnahmen geplant, um mehr Plätze zu schaffen und die Zubereitung von mehr Mahlzeiten zu ermöglichen.

Schritt eins ist der Umbau des Sonnendecks. Dabei sollen 80 bis 100 neue Plätze entstehen, weil zum einen die gesamte Glasfassade ein Stück nach außen vorgezogen wird und außerdem die Empore vergrößert werden soll. Ein Anbau auf der Küchenseite schafft in Zukunft Platz für eine moderne offene Küche, in der die Köche die Speisen direkt vor den Augen des Gastes zubereiten. Kaffee und Kaltgetränke gibt es dann an einer langen Bar in der Nähe der Treppe zur Empore. Größere Staus beim Kassieren sollen durch zusätzliche Kassen vermieden werden.

Bis zur Neueröffnung des Sonnendecks vergehen aber drei Monate, in denen das Bistro komplett geschlossen bleibt. Einen annähernd gleichwertigen Ersatz wird es in dieser Zeit nicht geben. Nur einen Stand mit Snacks wie belegten Brötchen im Mensa-Foyer und eine zweite Imbissstation an anderer Stelle auf dem Campus kann Christian Puslednik, der Gastronomie-Chef des Studentenwerks, in Aussicht stellen.

Christian Puslednik, Gastronomiechef

Christian Puslednik, Gastronomiechef. Foto: stwdo

Keine Sitzplätze während Umbau

Ein Problem haben diese beiden Angebote gemeinsam: Es wird dort keine Sitzplätze geben. Weder zum Essen, noch zum gemeinsamen Kaffee trinken und Quatschen oder zum Lernen. „Eigentlich sollen wir die Studierenden verpflegen und keine Sitzplätze schaffen“, rechtfertigt sich Christian Puslednik. Trotzdem sei ihm bewusst, dass es wichtig ist, den Studenten auch außerhalb der Mahlzeiten einen Aufenthaltsort zu bieten. Während des Umbaus am Sonnendeck sei dies aber einfach nicht möglich. Sein Vorschlag lautet augenzwinkernd: „Alle in die Bibliothek!“

Den Betroffenen wird aber vermutlich weniger zum Scherzen zumute sein, wenn im Winter die einzige Alternative zur überfüllten Mensa und der Galerie eine Imbissbude unter freiem Himmel ist. „Wir können nur darauf hinweisen, dass man dann verstärkt die Galerie, das Café Vital und natürlich die Kostbar nutzt, oder sogar auf den Campus Süd ausweicht“, beschwichtigt Christinan Puslednik. Dort gebe es noch gute Kapazitäten, zumindest außerhalb der Stoßzeiten.

Pizza und Pasta frisch zubereitet

Ein Trost könnte zumindest sein, dass nach dem Umbau auch die Speisekarte des Sonnendecks erneuert wird. Geplant ist, dass die Studenten zu den Hauptzeiten verschiedene Pizza-Sorten von großen Blechen bestellen können. Wenn es weniger voll ist, wird wahrscheinlich auch individuell zubereitete Pizza angeboten. Zudem soll es ein Pasta-Angebot auf der Speisekarte geben. Die frischen Nudeln werden erst dann gekocht, wenn die Bestellung eingeht. Man könne sich das ein bisschen so vorstellen wie im Vapiano, sagte Christian Puslednik gegenüber der pflichtlektuere.

Auch der Außenbereich des Sonnendecks wird im Wintersemester erneuert. Der Sand kommt vermutlich weg, dafür wird es eine Rasenfläche oder Rindenmulch geben. „Es soll aber trotzdem noch gemütlich sein“, verspricht Christian Puslednik. Eine Idee ist, auf der anderen Seite des Weges einen Steg oder eine Holzterrasse anzulegen, sodass die Gäste direkt am Teich sitzen können. Ob das machbar ist, wird aber noch verhandelt.

Im Mai 2013 soll das neue Sonnendeck schließlich fertig sein, dann geht es am Campus Süd weiter. Dort soll das Obergeschoss der „Archeteri@“ wieder in Betrieb genommen werden. Dadurch würden noch einmal etwa 300 zusätzliche Plätze entstehen. Auch die Küche wird dort umgebaut, damit mehr Studierende direkt am Campus Süd essen können und nicht mehr mit der H-Bahn zur Hauptmensa pendeln müssen.

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