„Gut gegen Nordwind“-Autor: „Nicht in den Tag hineinleben“

Daniel Glattauers Bücher „Gut gegen Nordwind“ und die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ sind ein bisschen wie der Film „E-Mail für dich“ – nur besser. Glattauer hat zehn Semester Pädagogik und Kunstgeschichte an der Uni Wien studiert und das Studium im Februar 1985 mit einem Doktor-Titel abgeschlossen. In der neuen Folge der pflichtlektüre-Serie „Vom Studenten zum Prominenten“ erzählt der Österreicher von seinem früheren Doppelleben, Glühwein-Philosophien und erklärt, warum es wichtig ist, rechtzeitig aufzustehen.

Daniel Glattauer spricht im pflichtlektüre-Interview über sein früheres Doppelleben. Foto: Heribert Corn, www.corn.at

Daniel Glattauer spricht im pflichtlektüre-Interview über sein früheres Doppelleben. Foto: Heribert Corn, www.corn.at

Welche ist Ihre beste Erinnerung an Ihre Studienzeit?

Mit meinen Studienkolleginnen und Kollegen nach den Vorlesungen im Wirtshaus zu sitzen und über die Welt zu philosophieren. Es war damals offensichtlich immer Winter, weil ich mich nicht erinnere, etwas anderes als Glühwein getrunken zu haben.

Und welche Ihre schlimmste?

Das Inskripieren ganz am Anfang. Völlige Orientierungslosigkeit. Ich wusste nicht, welche Fächer ich belegen sollte und in welche Hörsäle ich zu gehen hatte. Jeder sagte etwas anderes.

Wie waren Sie als Student? Beschreiben Sie sich in drei Wörtern.

Minimalistisch. Selten. (An der Uni.) Schnell. (Fertig.)

Was haben Sie an Ihrem Studentenleben am meisten genossen?

Das „Doppelleben“. Ich habe nebenbei als Kellner gearbeitet, um mir das Studentenleben zu finanzieren. Eigentlich habe ich mich als Berufstätiger gefühlt, der sich zwischendurch freiwillig unterrichten lässt. Heute wäre mir beides zu viel. Leider.

Welche Tipps geben Sie uns Studenten?

Eine Stunde früher aufstehen. Studieren macht letztendlich nur Spaß und ist befriedigend, wenn was weitergeht. In den Tag hinein zu leben, macht depressiv. Und so spannend sind die Studentennächte auch wieder nicht.

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