Ulrich Wickert: „14 Semester – mon dieu!“

Du verwendest deine Jugend: Du studierst, willst Karriere machen. Das ist ein guter Plan. Für Ulrich Wickert ist der Plan auch aufgegangen. Nach der Uni arbeitete er für das politische Fernsehmagazin „Monitor“, war ARD-Korrespondent und schließlich „Mister Tagesthemen“.  In der dritten Folge der neuen pflichtlektüre-Serie „Vom Studenten zum Prominenten“ erzählt er von seinem Jura-Studium, an das er sich gern erinnert.

Ulrich Wickerts Rat: Lernt, lernt, lernt. Foto: privat

Ulrich Wickerts Rat: Lernt, lernt, lernt. Foto: privat

Welche ist Ihre beste Erinnerung an Ihre Studienzeit?

Ach du lieber Gott, ich habe so viele wunderschöne Erinnerungen an meine Studienzeit, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Viele davon haben natürlich überhaupt nichts mit dem Studium selbst zu tun, sondern  mit dem freien Leben eines Studiosus. Ganz unvergessen bleibt der Eindruck meines Auslandsstipendiums. Ich konnte ein Jahr in den USA, genauer an der Wesleyan University in Connecticut studieren. Das hat meinen Horizont sehr erweitert. Mein ganzes Berufsleben habe ich auch davon profitiert, dass ich in der Studentenpolitik, im  Parlament und im Asta, mitgearbeitet habe. Na ja, und dann habe ich halt irgendwie auch noch das Staatsexamen geschafft.

Und welche Ihre schlimmste?

Nie habe ich vergessen, wie ein angesehener Professor in einem Seminar einen Studenten wegen einer schlechten Arbeit so fertig gemacht hat, dass der aufgestanden ist und nie wiederkam. Es war grässlich.

Wie waren Sie als Student? Beschreiben Sie sich in drei Wörtern.

Vorlaut, aktiv, vergnügt.

Was haben Sie an Ihrem Studentenleben am meisten genossen?

Die Freiheit zu leben. Ich hätte mich aber vielleicht mehr auf die Freiheit zu lernen konzentrieren sollen.

Welche Tipps geben Sie uns Studenten?

Was Sie im Studium lernen, davon zehren Sie Ihr ganzes Leben. Deshalb: lernen, lernen, lernen.

Ulrich Wickert hat Jura und Politische Wissenschaften in Bonn studiert. Nach 14 Semestern – bei dieser Zahl fügt er ein „mon dieu“ hinzu – machte er sein Staatsexamen in Rechtswissenschaften.

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