Gründe für den Rohrbruch in der EF50

Ein Rohrbruch in der Emil Figge 50 und das zweimal kurz hintereinander. Was wirklich hinter den Überflutungen steckt, zeigte am Mittwoch eine Begehung mit dem Eigentümer des Unigebäudes, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW).

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Helmut Heitkamp zeigt den Übeltäter - die Metallschellen am Rohr haben versagt. Foto: Judith Merkelt, Teaserbild: Anna Doernemann

Nach dem ersten Unwetter am vergangenen Donnerstag hieß es, ein Rohr sei geplatzt und die ausgetretenen Wassermassen hätten eine Zwischendecke zum Einsturz gebracht. So weit, so gut – aber was macht  eigentlich ein Regenrohr mitten in einem Gebäude? Und wie kann es gleich zweimal hintereinander zu so einem Unglück kommen?

Helmut Heitkamp vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) Dortmund weiß Rat: Die Rohrleitungen im Gebäude der Emil Figge 50 seien 2002 im Rahmen einer ökologischen Maßnahme umgebaut worden. Dabei mussten sie vom hinteren Teil des Gebäudes zum Haupteingang verlegt werden. Wo vorher schnurgerade Rohre in den Keller führten, spinnt sich jetzt ein Labyrinth aus Rohren in der Decke. Dieser Umbau war nötig, um das Regenwasser umweltschonend in eine Verrieselungsanlage abzuleiten. Floss das Wasser vor 2002 also einfach in die Kanalisation, so sickert es nun in den Teich am Sonnendeck.

Gut für die Umwelt – schlecht für die Rohre

An den Stellen, wo die Rohre nun nicht mehr senkrecht, sondern waagerecht verlaufen, kam es in den vergangenen Tagen aufgrund der starken Regenfälle zu Problemen.  „Die Metallschellen, die die Rohre zusammenhalten, hielten dem Druck nicht stand und platzten“, erklärte Heitkamp. Warum die Schellen allerdings genau jetzt ihren Dienst versagten, muss noch geklärt werden. Fest steht aber, dass alle potentiell gefährdeten Stellen im Gebäude ausgemacht wurden und die metallischen Klammern ausgetauscht werden. „Die neuen Schellen sind auf jeden Fall auf Druckwasser ausgelegt“, so Heitkamp.

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Aufgrund der erneuten Regenflut, stand eine Toilette knietief unter Wasser. Foto: Judith Merkelt

Seit vergangenem Donnerstag liefen die Überprüfungsarbeiten an den Rohren auf Hochtouren. Wäre die zweite Sintflut also ein paar Tage später niedergeprasselt, hätte sie die Rohre nicht mehr sprengen können. Den Gesamtschaden am Gebäude schätzt der BLB Dortmund auf 150.000 Euro. Mit eingerechnet sind allerdings nur Faktoren wie Böden, Decken und Aufzugstechnik. Ob größere Sachschäden an den im Keller gelagerten Instrumenten entstanden sind bleibt vorerst unbekannt.

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