Drei Rektoren, drei Antworten – Teil 3

Kooperation statt Konkurrenz: Die Ruhr-Universitäten in Dortmund, Duisburg-Essen und Bochum haben sich zu einer Allianz zusammengeschlossen. Das bedeutet für die drei Rektoren, dass sie verstärkt zusammenarbeiten. Höchste Zeit für ein, beziehungsweise drei Gespräche mit ihnen. Wir haben Ursula Gather, Ulrich Radtke und Elmar Weiler getroffen und nachgehakt. Jeden Tag veröffentlichen wir eine Frage –  und drei Antworten:

Wirtschaftskonzerne beteiligen sich zunehmend finanziell am Universitätsbetrieb, zum Beispiel durch Stiftungsprofessuren. Ist das ein Finanzierungsmodell für die Zukunft?

Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund:

Foto: TU Dortmund

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Bei Stiftungsprofessuren handelt es sich um Professuren, die von Unternehmen oder Stiftungen finanziert werden, meistens nur für einige Jahre. Die Universitäten profitieren davon, sofern es sich um Professuren handelt, die in das Lehr- und Forschungsprofil passen. An der TU Dortmund gibt es derzeit drei Stiftungsprofessuren, das ist 1 Prozent aller Professuren. Selbstverständlich achten unsere Stifter die Freiheit von Forschung und Lehre.

Grundsätzlich können Universitäten nicht von Unternehmen finanziert werden: Bildung und Forschung sind ein gesellschaftlicher Auftrag, kein Geschäftsmodell. Trotzdem unterstützen einige private Stifter die Universitäten in bestimmten Bereichen:  Sponsoren haben zum Beispiel die Entwicklung der neuen Unicard mitfinanziert. Bemerkenswert ist auch, dass einige Unternehmen und Stifter talentierte Studierende mit Stipendien unterstützen, etwa im Programm Deutschlandstipendium.

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