Zukunft entdecken: Fraunhofer-Truck an der TU

Passend zum Wissenschaftsjahr 2009 feiert die Fraunhofer-Gesellschaft ihren 60. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums tourt der Fraunhofer-Truck bereits seit März quer durch die Republik – eine fahrende Ausstellung, die vor allem Studenten für aktuelle Alltagsforschung begeistern soll.

Truckbetreuer Heiko Becker erklärt das 3D-Media Center.

Truckbetreuer Heiko Becker erklärt das 3D-Media Center.

Auf dem Parkplatz vor dem Maschinenbau-Gebäude parkte am Mittwoch der Fraunhofer-Truck. Auf 132 Quadratmetern konnten die Studierenden der TU Dortmund in die faszinierende Welt der Alltagsforschung eintauchen. Schließlich werden im Truck die neuesten Entwicklungen und Trends ausgestellt. „Hier gibt es alles zu bewundern, was das Leben in der Gegenwart und Zukunft deutlich leichter macht“, sagt Betreuer Heiko Becker. Die Besucher dürfen nicht nur staunen. Neben vielen Ausstellungsstücken aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Umwelt, Sicherheit, Kommunikation und Energie, gibt es auch viele technische Spielereien zum ausprobieren. Dass tatsächlich die neueste Technik an Bord ist, wird schon beim Betreten des Trucks klar: Ein überdimensionaler Bildschirm zeigt Bilder und Motive der Zukunft und in den Ecken blinken zahlreiche Monitore.

Hightech pur

Ersetzt Magen- und Darm-Spiegelung: Die Kamera zum Schlucken.

Ersetzt Magen- und Darm-Spiegelung: Die Kamera zum Schlucken.

Die Führung durch die Ausstellung beginnt am 3D-Media Center: Ein Display auf dem man ohne 3D-Brille eine Flugsimulation in realer Dimension erleben kann. Ohne einen Joystick oder den Bildschirm zu berühren, lässt sich ein Flugzeug virtuell steuern. Das System erkennt die einzelnen Handbewegungen über sensible Wärmebildkameras und lässt die Objekte schweben. Weiter in der Ausstellung wird es medizinisch. Eine kapselartige Kamera zum Schlucken soll in Zukunft die unangenehmen Magen- und Darmspiegelungen ersetzen. Nach dem Schlucken wandert die so genannte PillCam durch den Körper und liefert per Funk Bilder aus der Speiseröhre, dem Magen, sowie dem Dünn- und Dickdarm. Diese Kapseltechnologie gibt es bereits seit vier Jahren. Nun ist die Kapsel jedoch über ein Magnetfeld von außen steuerbar – Hightech pur.

Im Obergeschoss des Trucks wartet ein weiteres Highlight: Ein Computer erkennt automatisch Gesichter und analysiert deren Mimik. Was eigentlich den Sekundenschlaf bei Autofahrern verhindern soll, sorgte im Truck für großen Spaß. Die Besucher erfahren vor dem Monitor nicht nur ihre Emotionslage. Abhängig vom Geschlecht erscheint das Gesicht in einem roten oder blauen Kasten. Den einen oder anderen männlichen Besucher überraschte es dann doch, als der Computer sein Gesicht eindeutig rot umrahmte.

Natürlich darf neben wissenschaftlichen Dauerbrennern wie Solarzellen und Robotern auch das Aushängeschild der Fraunhofer-Gesellschaft nicht fehlen: die MP3-Technologie. Für die, von den Entwicklern selbst als „deutsche Erfolgsgeschichte“ betitelte Technologie, wurden eigens Stereokopfhörer entwickelt, die Musikliebhaber in eine ganz neue Klangwelt entführen.

Noch bis Ende des kommenden Jahres tourt der Fraunhofer-Truck durch Deutschland. Bereits in wenigen Tagen macht die rollende Ausstellung wieder im Ruhrgebiet Halt: Am 18. November öffnet der Truck um neun Uhr vor dem „Fraunhofer-inHaus-Zentrum“ in Duisburg seine Türen.

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