Immer mehr Studenten ohne Abitur

Berlin. 12.400 junge Erwachsene haben 2012 ein Hochschulstudium ohne Abitur angefangen. Die Zahl der Studienanfänger ohne klassisches Abitur oder Fachhochschulreife, die sich an einer Universität oder Fachhochschule einschreiben, steigt stetig. Das geht aus dem im März erschienenen CHE-Arbeitspapier zum „Studieren ohne Abitur: Stillstand oder Fortentwicklung? Eine Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen und Daten“ hervor. 

Über 40.000 Menschen sind derzeit ohne Abitur an deutschen Hochschulen eigeschrieben. Das sind so viele wie noch nie zuvor in Deutschland.

 2009 waren knapp 6300 (1,5 Prozent) junge Menschen ohne Abitur eingeschrieben. Zwei Jahre später stieg die Zahl bereits auf auf knapp 11.900 (2,3 Prozent) an. Grund dafür war ein Beschluss der Kultusministerkonferenz, wonach deutsche Hochschulen sich auch Bewerbern ohne Abitur stärker öffnen und den Hochschulzugang erleichtern sollte. 

In Nordrhein-Westfalen und Hamburg studieren laut der Studie die meisten Nicht-Abiturienten. Unter den Erstsemestern gibt es in beiden Bundesländern jeweils einen Anteil von 4,5 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt Berlin mit 3,8 Prozent. Die Zahl der Studierenden ohne Abitur hat sich bisher insgesamt verdoppelt. 

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