Die Weihnachtsbaum-Tradition

Der Ursprung der Weihnachtsbaum-Tradition ist nicht eindeutig zu bestimmen. Schon in der römischen Antike hatte die Kiefer einen besonders hohen Stellenwert. Sie wurde im Kult um den Sonnengott Mithra verehrt und galt als Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Weiterhin gelten Tannenzweige, vor allem in nordeuropäischen Ländern, schon seit Jahrhunderten als Symbol für den immer wiederkehrenden Frühling.

"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum wie grün sind deine Blätter"

"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum wie grün sind deine Blätter"

Ein mit Holzanhängern und Gebäck geschmückter Baum wurde von Deutschen erstmals im 16. Jahrhundert zur Weihnachtszeit aufgestellt. Im Laufe der Zeit begannen auch die Engländer, sich für diesen Brauch zu interessieren. Als erster stellte Prinz Albert, der Ehemann von Königin Viktoria, im Jahr 1841 einen Baum mit Süßigkeiten, Nüssen und echten Kerzen im Königspalast auf. Reiche Familien übernahmen diese Zeremonie schnell. Sie benutzten unter anderem teure Sachen für die Dekoration: Puppenmöbel, Schmuck, sogar Spielzeug-Schwerter, Pistolen und essbare Früchte.

Spielzeugschwerter als Tannenschmuck

Später wurde der Weihnachtsbaum auch in Amerika bekannt. Die Amerikaner benutzten meistens handgemachten Schmuck als Dekoration. Doch die deutschen Emigranten behielten ihre alte Tradition bei und verwandten nach wie vor Äpfel, Walnüsse und selbst gebackene Kekse.

In Polen wird heute hingegen mit Figuren wie Engeln, Vögeln, beispielsweise einem Pfau, und vielen Sternen geschmückt. In Skandinavien sind bemalte Figuren aus Holz wie Flaggen, Glöckchen, Herzen, Sterne und Schneeflocken beliebt. Die japanischen Christen bevorzugen Laternen und Fächer. Und die Ukrainer hängen gar Spinnen und Spinnenweben auf, die Glück bringen sollen.

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