Karriere: Besser dominant als nett

Stanford. Wer nett ist, macht keine Karriere. US-Forscher der Stanford University haben jetzt möglicherweise den Grund dafür gefunden. In einem Experiment überprüften sie die These, dass die Netten zwar beliebt sind, aber ihnen nicht zugetraut wird sich im ökonomischen Wettbewerb durchzusetzen. Die Studie erscheint im Fachmagazin Journal of Personality and Social Psychology.

Im Rahmen des Experiments verteilte das Forscherteam um Nir Halevy zehn Chips mit einem Gesamtwert von 20 Dollar an jeden Teilnehmer. Die Teilnehmer durften die Chips entweder behalten oder in einen gemeinsamen Topf einzahlen. Zudem konnten die Spieler entscheiden, ob sie – wenn sie die Chips mit der eigenen Gruppe teilten – einer weiteren Gruppe schaden wollten. Wer die Chips für sich behielt oder sich für eine Schädigung der anderen Gruppe entschied, war zwar unbeliebt, galt aber als dominant. Beliebt waren die Teilnehmer, die die Chips teilten, aber der anderen Gruppe nicht schadeten. Im Anschluss mussten die Getesteten einen Chef wählen, der sie in einem Wettbewerb gegen die andere Gruppe leiten sollte. Die Sieger: die dominanten Egoisten.

Halevy zog das Fazit: „Die netten Kerle schaffen es nicht an die Spitze, wenn ihre Gruppe einen dominanten Führer braucht, der sie in Zeiten des Konflikts leiten soll“, sagte er gegenüber sueddeutsche.de.

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