Hooligans randalieren in Köln

Köln. Bei einer Hooligan-Demonstration in Köln ist es am Sonntag zu schweren Krawallen gekommen. Laut Polizei standen dabei 4500 Hooligans und Rechtsextreme rund 1500 Polizisten gegenüber. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht von einer „neuen Qualität der Gewalt“.

Angemeldet worden war die Demonstration als „Kundgebung gegen Salafismus“. Auf dem Breslauer Platz vor dem Hauptbahnhof schlossen sich Hooligans von teils verfeindeten Fußballclubs und Anhänger rechtsextremer Parteien zusammen. Laut Augenzeugenberichten waren viele der Demonstranten alkoholisiert und aggressiv. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, nachdem von Seiten der Hooligans Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper geworfen worden waren. 

Am späten Nachmittag erklärte die Kölner Polizei, die Ausschreitungen hätten sich größtenteils beruhigt. Doch nach kurzer Zeit eskalierte die Lage erneut. Vor dem Kölner Hauptbahnhof wurde ein Polizeifahrzeug umgeworfen. Die Polizei ging zusätzlich mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Demonstranten vor. Am frühen Abend reisten die Randalierer dann nach und nach ab.

Die Bilanz: 44 Beamten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Sechs Personen wurden festgenommen. Im Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. Kritik am Einsatz der Polizei kam von der Linken in NRW: Die Polizei habe die Situation falsch eingeschätzt und die Gefahr verharmlost. NRW-Innenminster Jäger wies die Kritik vehement zurück. „Das Polizeikonzept hat funktioniert“, sagte er am Montag im ZDF-Morgenmagazin. 

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