RUB: Ausstellungseröffnung „Bunte Götter“

Bochum. Von wegen weiß – antike Skulpturen waren farbenprächtig. Wie das ausgesehen haben könnte, zeigt die Ausstellung „Bunte Götter“ in den Kunstsammlungen der RUB, die heute um 18 Uhr eröffnet wird.

Die Wanderausstellung zeigt 18 Meisterwerke griechischer Kunst in bunt bemalten Rekonstruktionen. Lebensgroße Statuen, aber auch Reliefe von antiken Gebäuden sowie römische Porträts sind für Besucher ab morgen an der Ruhr-Uni Bochum zu sehen. Die Ausstellung zeigt, dass die vorherrschende Vorstellung von der Dominanz des schlichten weißen Marmors in der antiken griechischen Welt nicht zutrifft.

Die Rekonstruktionen der Werke wurden anhand von Gipsabdrücken und neuesten Forschungstechniken entwickelt. Neben den Kunstwerken selbst enthält die Ausstellung auch Informationen darüber, wie mit fotografischen und naturwissenschaftlichen Techniken Informationen über die Zusammensetzung der antiken Farben gewonnen werden können.

Die Ruhr-Universität Bochum hat zu diesem Forschungszweig, der so genannten Marmor-Polychromie, einen besonderen Bezug. So untersuchte beispielsweise der emeritierte Lehrstuhlinhaber für klassische Archäologie an der RUB, Volkmar von Graeve, seit den 1980 Marmorkunstwerke in Museen auf der ganzen Welt auf Farbspuren hin.

Die Ausstellung „Bunte Götter – Farbigkeit antiker Skulpter“ ist seit 2003 in verschiedenen Varianten und stetigen Erweiterungen in der ganzen Welt zu sehen.

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