Bochumer Mensa: Klops-Klau kein Kündigungsgrund

BOCHUM. Im Juli 2009 wurde ein Mitarbeiter der Universitäts-Mensa wegen eines Bagatelldelikts gefeuert, jetzt muss er wieder eingestellt werden. So urteilte das Landesarbeitsgerichtes Hamm in  zweiter Instanz.

Wie der Spiegel berichtet hatte der Mensa-Mitarbeiter auf dem Weg durch die Küche zwei Buletten und zwei Pommes an sich genommen. Sein Chef hatte ihn daraufhin in sein Büro gebeten. Der Mitarbeiter war dem nicht nachgekommen, nahm sich stattdessen zwei weitere Buletten und ging in den Pausenraum.

Weder die fehlende Unterordnung noch das Entwenden der Lebensmittel sah das Landesarbeitsgericht als Kündigungsgrund. Der Chef hätte zunächst mit einer Abmahnung reagieren können. Der Mitarbeiter arbeitete bereits seit 19 Jahren im Mensa-Betrieb. Nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes sei er ohnehin nur noch außerordentlich kündbar.