Mythos 5: Sind Möhren gut für die Augen?

“Iss ruhig viele Möhren, die sind gut für die Augen.” Ein Spruch, den jeder schonmal von der Großmutter gehört hat. Aber stimmt das eigentlich? Kann man sich das teure Lasern durch den häufigen Verzehr von Möhren sparen? Wir machen den Mythos-Check.

Man kennt es ja von den Kaninchen, die essen fleißig Möhren und ein Hase mit Brille ist mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen. Der Mythos von Möhren, die zu besserer Sehkraft verhelfen ist schon eine alte Volksweisheit. Zunächst mal sind Möhren aber gesund! Ihre organgene Farbe erhalten sie durch Beta-Carotin. Und genau dieses Beta-Carotin wandelt unser Körper in Vitamin A um.

Ein bisschen was ist dran am Mythos

Petra Bork  / pixelio.de

Möhren sind sehr gesund, haben aber keinen Einfluss auf unsere Sehkraft. Foto: Petra Bork / pixelio.de

Vitamin A hilft beim Aufbau von Zellen und unterstützt das Immunsystem. Außerdem sorgt es für eine gesunde Bräune und lässt Hautrötungen schneller verschwinden. Beta-Carotin ist fettlöslich. Gedünstet mit einem Stück Butter lösen sich die Zellwände auf, das Beta-Carotin wird freigesetzt und der Körper kann es besser aufnehmen.

Für den Mythos ist aber ganz entscheidend, dass es auch vor Nachtblindheit schützt. Wer darunter leidet, hat Probleme mit dem “Hell-Dunkel-Sehen”. Mit Beginn der Dämmerung können die Betroffenen immer weniger sehen.

Ein Wundergemüse ist die Möhre dann aber doch nicht. Eine Sehschwäche kann sie nicht beheben. Wer also schon jetzt Brille oder Kontaktlinsen trägt, der wird es auch in Zukunft tun müssen. Jeden Tag zehn Möhren bringen also nichts.

Trotzdem gesund

Auch wenn der Mythos jetzt nicht ganz wahr ist, bleiben Möhren aber immer noch sehr gesund. Gerade bei ernährungsbewussten Menschen kann sie ganz weit oben auf der Einkaufsliste stehen. Mit nur rund 26 Kalorien pro 100 Gramm ist sie ein absolutes Highlight auf der Einkaufsliste.

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