Kino-Tipp: The Roommate

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Das Leben in einem Studentenwohnheim: Eine nette Begleiterscheinung zum Studium. Man lernt neue Leute kennen, ist eigentlich nie einsam und schließt unzählige Freundschaften. Im Kinofilm „The Roommate“ wird eine Story über die Schattenseiten dieses Lebens erzählt. An Spannung mangelt es dem Film nicht, an Teenie-Film-Klischees aber ebensowenig .

Die Studentinnen Sara (Minka Kelly l.) und Rebecca (Leighton Meester r.) teilen sich im Studentenwohnheim ein Zimmer. Foto: Sony Pictures

Die Studentinnen Sara (Minka Kelly l.) und Rebecca (Leighton Meester r.) teilen sich im Studentenwohnheim ein Zimmer. Foto: Sony Pictures

„The Roommate“ startet wie eine typische Highschool-Story – Sara (Minka Kelly), die frisch gebackene Designstudium an der Los Angeles University ist, schließt schon am ersten Tag unzählige Freundschaften, hat gute Noten, besucht coole Studentenpartys und trifft ihren Traumtypen.

Damit wäre die Geschichte eigentlich schon erzählt, wenn sie nicht einen Haken hätte: Saras Zimmermitbewohnerin Rebecca (Leighton Meester) übertreibt es ein wenig mit der Freundschaft. Zwar verstehen sich die beiden Mädels anfags blendend – lachen, quatschen, unternehmen viel zusammen, vertrauen sich Persönliches an. Doch nach einiger Zeit bemerkt Sara immer mehr, dass ihre Mitbewohnerin ihr dennoch etwas verschweigt. Mit Rebecca scheint etwas nicht zu stimmen – sie verfällt einem übertriebenen Kontrollzwang und verkommt beinahe vor Eifersucht, sobald Sara einen Schritt ohne sie wagt und Zeit mit ihren Freundinnen oder ihrem neuen Freund Stephen (Cam Gigandet) verbringt.

Freundschaft oder Besessenheit?

Was Sara zunächst als eine gesunde Sorge um eine Freundin interpretiert, beginnt ihr nach einiger Zeit eine enorme Angst einzujagen – Rebecca wird regelrecht besessen von ihrer Zimmergenossin. Nur widerwillig nimmt sie Rebeccas Einladung an, Thanksgiving in deren Elternhaus zu verbringen. Dort entdeckt Sara ein dunkles Geheimnis, das sie endgültig dazu bringt, aus dem gemeinsamen Zimmer auszuziehen. Als sich Sara von Rebecca so immer weiter distanziert, schlägt die anfängliche Freundschaft der beiden jungen Frauen in tödlichen Ernst um.

Noch ein Teenie-Film?

Der Thriller fesselt durch die beinahe unglaubliche Geschichte über eine Freundschaft, die in Wirklichkeit nie eine gewesen ist. Der Spannungsbogen zeichnet den Film aus, denn fast bis zum Schluss bleibt unklar, wie die Story tatsächlich ausgehen wird und was der Grund für Rebeccas krankhaftes Verhalten ist. Die Spannungsschraube wird teilweise bis ins Unerträgliche angezogen, was zwar Geschmackssache bleibt, aber auch leicht übertrieben ist. Was in der ersten halben Stunde wie ein Teenie-Film scheint, schlägt allmählich um in ein Horror-Szenario und bleibt in diesem Genre bis zum Schluss. Der fällt aber leider etwas enttäuschend aus und macht die Filmpointe fragwürdig. Das Ende hinterlässt so doch noch einen Teenie-Touch und wirkt eher ernüchternd.

Lockeres für den Filmabend

Sara (Minka Kelly l.) und Rebecca (Leighton Meester r.) erkunden zusammen Los Angeles. Foto: Sony Pictures

Sara (Minka Kelly l.) und Rebecca (Leighton Meester r.) erkunden zusammen Los Angeles. Foto: Sony Pictures

Dass der Film sich vor allem an Jugendliche richtet, beweist nicht nur der Anfang des Films als Highschool-Story und das vermeintliche Teenie-Ende, sondern auch die Auswahl der Schauspieler: Leighton Meester aus der Hollywood-Serie „Gossip Girl“ (2007-2011), Minka Kelly aus „Friday Night Lights“ (2006-2009) und Cam Gigandet aus der Twilight-Reihe machen den Film zu einem hippen Hollywood-Streifen, der zwar junges Publikum anlocken mag, sich aber eher als durchschnittlich herauszustellen droht. Wer allerdings etwas Lockeres für den Filmabend sucht, der ist bei diesem Streifen eindeutig richtig. Denn eine Sache spricht klar für den Film: Ganz im Sinne der Hollywood-Mentalität gibt es ein Happy End.

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