RUB: Hirnfunktionsstörung löst Magersucht aus

Bochum. Ein Mangel an Nervenzellen in einer bestimmten Hirnpartie verleitet Magersüchtige dazu, sich als dicker zu empfinden als sie eigentlich sind. Laut Mitteilung der Pressestelle der Ruhruniversität Bochum hat ein Forscherteam vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhr-Uni eine Ursache für Magersucht entdeckt.

Mittels einer Kernspin-Tomographie wurden Magersüchtige und Nichtmagersüchtige untersucht. Die Probanden sollten hierbei die Silhouette anderer Körper der eigenen Körperform zuordnen. Magersüchtige klassifizierten den eigenen Körper regelmäßig korpulenteren Formen zu.

Verantwortlich für diese Fehleinschätzung ist eine Funktionsstörung im Hirn. Eine geringere Dichte an Nervenzellen in der Hirnregion EBA (Extrastriate body area) führt dazu, dass Impulse, die von der benachbarten Hirnregion FBA (Fusiform body area) ausgehen, nur vermindert verarbeitet werden.

Zusammen mit Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer (Universität Witten-Herdecke), Prof. Dr. Silja Vocks (Universität Osnabrück) und deren Leiter Prof. Dr. Boris Suchan wurden die Ergebnisse des Forschungsprojekts in der Fachzeitschrift „Behavioural Brain Research“ veröffentlicht.

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