Schleifer und Kumpeltypen: Alle Trainer des BVB

Otto Knefler (01.07.1974 – 01.02.1976)

Endlich begann der BVB zu verstehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Große Umwälzungen in der Führungsriege und vor allem die große Hilfsbereitschaft der Fans und der Stadt machten den Verein wieder wettbewerbsfähig. Und mit Otto Knefler wurde auch endlich der lang ersehnte Schleifer verpflichtet, der nicht umsonst „Eiserner Otto“ genannt wurde. Dass es in seiner ersten Saison erneut nur zu Platz Sechs reichte, wurde als Übergangseffekt gesehen, im nächsten Jahr sollte der Aufstieg angepeilt werden. Doch die Geduld des Vorstands – namentlich die von Präsident Heinz Günther – war wegen der manchmal zu sehr auf Glück ausgerichteten Spielweise schnell strapaziert. Als die Mannschaft sich, aufgestachelt durch den Vorstand, gegen den Trainer aussprach, war Kneflers Zeit in Dortmund vorbei.

Horst Buhtz (01.02.1976 – 01.03.1976)

Horst Buhtz nahm das Ruder in die Hand und schaffte es tatsächlich den BVB auf Relgations-Rang Zwei zu führen. Allerdings gab es da ein Problem. Weil die Dortmunder zu lange mit der Verlängerung seines Vertrages zögerten, unterschrieb Buhtz vorzeitig und ausgerechnet in Nürnberg. Daraufhin löste Präsident Günther den Vertrag des „Verräters“ vorzeitig auf und holte für die Relegationsspiele einen Neuen…

Otto Rehhagel (01.03.1976 – 30.04.1978)

Der erst 37jährige Otto Rehhagel schaffte den Aufstieg und läutete damit eine neue Ära der Erstklassigkeit ein. Dank des neuen Stadions war nun auch wieder Geld da. In der ersten Saison seiner Amtszeit wurde Rehhagel akzeptabler Achter. In der darauffolgenden Saison lief es mit Platz Elf nicht viel besser und weil sein Team am letzten Spieltag die historische 0:12-Niederlage in Gladbach kassierte, musste „Otto Torhagel“ den „BVB 0:12“ am Saisonende verlassen.

Carl-Heinz Rühl (21.05.1978 – 29.04.1979)

Zur neuen Saison holte Präsident Günther Carl-Heinz Rühl vom Karlsruher SC. Der wollte die Mannschaft verjüngen, was bei den älteren Spielern natürlich überhaupt nicht gut ankam. Rühl wurde schließlich nach klaren Aussagen aus der Mannschaft gegen ihn von einem gewissen Dr. Reinhard Rauball entlassen, der (gerade 32 Jahre alt) frisch zum Präsidenten gewählt worden war.

Uli Maslo (30.04.1979 – 30.06.1979)

Für den Rest der Saison sollte Uli Maslo die Mannschaft führen und schaffte den Klassenerhalt auch relativ souverän drei Spieltage vor Schluss. Allerdings war er bei Teilen der Mannschaft sehr unbeliebt, allen voran bei Manni Burgsmüller (der aber generell ein Problem mit Trainern hatte) , den er einmal wieder auf die Bank setzte, als die Zuschauer seine geplante Einwechslung mit wütenden Pfiffen quittierten.

Udo Lattek (1.07.1979 – 10.05.1981)

Deshalb freute sich Burgsmüller wahrscheinlich besonders über die Verpflichtung von Udo Lattek zu neuen Spielzeit. Lattek kam als erfolgreichster Trainer der Bundesligageschichte nach Dortmund und wollte diese Statistik mit dem BVB weiter verbessern. Zu Beginn sah es sogar danach aus, als könnte die Borussia endlich mal wieder um einen Titel mitspielen, zwischendurch war man sogar zum ersten Mal seit 1970 Tabellenführer. Am Ende reichte es aber trotzdem „nur“ zu Platz Sechs. In der Folgesaison spielte der BVB dann aber wieder um die Europapokalplätze mit und die Formkurve der Mannschaft zeigte nach oben. Doch dann starb der Sohn von Udo Lattek und der Trainer verließ das Land Richtung Barcelona.

Rolf Bock (11.05.1981 – 30.06.1981)

Sein Assistent Rolf Bock war ohnehin nur als Übergangslösung gedacht und so reichte es am Ende auch nicht zur Qualifikation für den Europapokal. Dortmund wurde nur Siebter und Bock rückte wieder zurück ins zweite Glied.

Branko Zebec (1.07.1981 – 30.06.1982)

Mit dem Jugoslawen Branko Zebec wollte Dortmund endlich wieder in den Uefa-Cup und schaffte das tatsächlich auch. Zebec war in der Mannschaft so akzeptiert, wie lange kein Trainer zuvor. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Alkoholabhängigkeit Zebecs erst zum Saisonende herauskam. Die Mannschaft hatte die ganze Zeit den Trainer geschützt. Der Vorstand musste handeln und entließ Zebec.

Karlheinz Feldkamp (1.07.1982 – 5.04.1983)

Der Nachfolger hieß Karlheinz Feldkamp und schied als erste Amtshandlung direkt aus dem Uefa-Cup aus. Dafür lief es in der Liga besser, zwischenzeitlich sah es sogar wieder nach einem Platz unter den ersten Sechs aus und auch im DFB-Pokal zog man ins Halbfinale ein. Dort verlor der BVB mit 0:5 gegen den Zweitligisten Fortuna Köln, was zugleich das Ende von Feldkamp als Trainer bedeutete.

Helmut Witte (6.04.1983 – 30.06.1983)

Helmut Witte übernahm das Team auf Rang Sechs und schaffte es, den BVB noch auf den undankbaren siebten Rang zu manövrieren.

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