Polizei erteilt Platzverweis gegen Rechtsradikale auf dem Campus der TU Dortmund

Ungefähr 50 Rechtsradikale haben sich am Dienstagabend, 10. Januar, auf dem Campus der TU Dortmund versammelt. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage der Pflichtlektüre. Ursprünglich sollte sich im Gebäudeteil der EF50 des AStA eine anarchistische Hochschulgruppe gründen, die Partei „Die Rechte“ kündigte auf Twitter die Verteilung von Flugblättern dagegen an. Um 18.40 Uhr sprach die Polizei einen Platzverweis gegen die Rechtsradikalen aus.

Die Polizei wollte mit dem Platzverweis nach eigenen Angaben eine mögliche Gefahr im Voraus abwehren. Wie sie der Pflichtlektüre bestätigte, begleitete sie die Personen aus dem rechten Spektrum mit mehreren Einsatzkräften zur S-Bahn in Richtung Dorstfeld. Um 17.30 Uhr wurde sie vom Asta über die Ansammlung informiert.

Vorher hatten Mitglieder des AStA bekannte Rechtsradikale in der Ansammlung vor dem Gebäude entdeckt sowie eindeutig rechts zuzuordnende Symbole auf Kleidungsstücken. Die Rechten gaben sich gegenüber Interessenten der neuen Hochschulgruppe selbst als Interessierte aus. Die Mitglieder des AStA klärten die Interessierten über die Situation auf. „Wir haben sie in den AStA gebracht, bevor es Konflikte gibt“, erzählt die AStA-Vorsitzende Hannah Rosenbaum. Insgesamt blieb die Lage aber friedlich. 

Die Veranstaltung der anarchistischen Gruppe wurde an einen anderen Ort auf dem Campus verlegt. Bei weiteren Treffen sollte verstärkt auf die Sicherheit geachtet werden, rät die Polizei.

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