„Postfaktisch“ zum Wort des Jahres gewählt

„Postfaktisch“ ist das Wort des Jahres 2016. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am 9. Dezember in Wiesbaden bekanntgegeben.

Zum 41. Mal hat die GfdS das Wort des Jahres gewählt. Es soll nicht den am häufigsten verwendeten Ausdruck darstellen, sondern das Wort, dass das vergangene Jahr am besten charakterisiert und geprägt hat. Das ist für die GfdS in diesem Jahr das Kunstwort „postfaktisch“.

„Postfaktisch“ verweist auf den derzeitigen politischen Wandel. Es gehe bei gesellschaftlichen und politischen Diskussionen zunehmend um Emotionen, nicht um Fakten. Nicht die Wahrheit selbst, sondern die gefühlte Wahrheit stehe im „postfaktischen Zeitalter“ im Mittelpunkt, definiert die GfdS. 

Eine Rankingliste mit zehn Wörtern des Jahres wurde veröffentlicht. Den zweiten Platz belegt das Wort „Brexit“, auf dem dritten Platz steht „Silvesternacht“. Wort des Jahres 2015 war „Flüchtlinge“.

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