Nie wieder Stress bei Hausarbeiten

Viele Studenten kennen das Problem: Man brütet über einer Hausarbeit und kommt nicht weiter. Wie gerne würde man in solchen Momenten jemanden mit Fragen löchern, der Erfahrung hat. Die Forschungswerkstatt FLEx macht einen Versuch die Kluft zwischen Dozenten und Studenten zu schließen. Hier darf man fragen, ohne sich dumm vorkommen zu müssen.

Das Team der Forschungswerkstatt FLEx ist montags von 9-14 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 11-16 Uhr für die Studenten da. Foto: Anastasia Bobryakova

Das Team der Forschungswerkstatt FLEx ist montags von 9-14 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 11-16 Uhr für die Studenten da. Foto: Anastasia Bobryakova

In die Forschungswerkstatt kann jeder Student kommen, bei dem es beim wissenschaftlichen Arbeiten harkt. Ob es um die Gliederung für eine Hausarbeit geht, oder man nur eine kurze Frage zu einer Textpassage hat – die Tutorinnen von FLEx nehmen einen gerne an die Hand.

Von Studierenden für Studierende

In der FLEx-Werkstatt besteht die Möglichkeit gemeinsam zu arbeiten und zu forschen. In Gruppen kann man sich gegenseitig ergänzen und Fragen klären. Während der Öffnungszeiten bekommt man jederzeit Hilfe: Von der Themenfindung und Eingrenzung von Fragestellungen, bis hin zur Unterstützung bei der Forschungsmethoden und Datenermittlung. Zudem wird die Chance geboten eigene Vorträge zu präsentieren und sich eine qualifizierte Meinung geben zu lassen.

In den Werkstattgesprächen geht es um Themen wie Selbstmanagement, Themenfindung oder Forschungsmethoden. Foto: FLEx

In den Werkstattgesprächen geht es um Themen wie Selbstmanagement, Themenfindung oder Forschungsmethoden. Foto: FLEx

Der gut ausgestattete Arbeitsraum mit Laptops, Moderationsmaterialien und Arbeitsplätzen bildet eine perfekte Arbeitsatmosphäre. Außerdem werden jeden Monat Werkstattgespräche zu Themen wie Zeitmanagement oder Methodenwahl angeboten. „Wir machen ein niederschwelliges Angebot für Studierende. Wir sind selber Studenten, deswegen gibt es hier keinen Platz für Angst oder Druck. Hier kann man problemlos seine Schwächen gestehen – bei den Professoren geht das in der Regel nicht“, sagt die FLEx-Tutorin Stefanie Koschel.

Der Bedarf ist groß

Dass der Bedarf besteht, war den Projektgestaltern klar: Durch Umfragen hat man versucht mehr über die Bedürfnisse der Studenten herauszufinden und sich so mit dem Angebot an die Wünsche der Studierenden anzupassen. „An der Umfrage haben ungefähr 400 Studenten teilgenommen. Es hat sich gezeigt, was die Studenten wirklich interessant für sich finden. Diejenigen, die vor ihrer Bachelor-Arbeit stehen, brauchen am meisten die kollegiale Beratung im Arbeitsprozess. Bei den Studienanfängern liegt das Problem eher bei der Fragestellung. Auf diese beiden Themen und noch viele andere hat sich FLEx spezialisiert“, so die Projektleiterin Dr. Andrea Koch-Thiele.

Dass das Angebot wirklich erwünscht ist, bestätigen zwei Lehramt-Studentinnen, die gerade ihre Seminararbeit schreiben und sich bei FLEx Hilfe holen: „Hier sind alle sehr nett und kompetent. Hier kommen wir auf die Dinge, die wir normalerweise nie betrachtet hätten. Außerdem haben wir gleich am Anfang Literaturtipps gekriegt. Also ist nicht mehr so viel zu machen!“

Hilfe für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften

Das Angebot richtet sich primär an Studenten der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Foto: FLEx

FLEx: Ein Angebot zum Forschen, Lernen, Experimentieren. Foto: FLEx

Dass die Studierenden aus verschiedene Fachrichtungen kommen, sieht Andrea Koch-Thiele als Vorteil: „Dadurch, dass die Studenten von verschiedenen Fakultäten sind, ist es einfacher ein anderes Verhältnis zu wissenschaftlichen Arbeiten zu bekommen. Hier hat man die Möglichkeit aus verschiedenen Perspektiven an die Arbeit heran zu gehen. Durch lockere Übungen kann man herausfinden, wofür man sich wirklich interessiert“. Und wenn man die richtige Position für sich gefunden hat, kann das Schreiben der Hausarbeiten sogar Spaß machen.

Gestützt wird das Projekt aus dem Topf der studentischen Beiträge. Interessenkonflikte sieht der Projektleiter Dr. Ralf Schneider dadurch nicht. Zwar richtet sich das Angebot von FLEx vornehmlich an die Studierenden der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, aber auch Studenten aus anderen Bereichen sind gern gesehen. Und außerdem bestünden ähnliche Angebote in den anderen Fachbereichen. “Was die Labors und Pools für die Naturwissenschaftler sind, dass ist FLEx für die Geisteswissenschaftler“, erklärt Dr. Ralf Schneider.

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