Umfrage: Wie überstehst du die Prüfungsphase?

Nur noch eine Woche. Dann endet die Vorlesungszeit. Endlich Semesterferien!? Wohl kaum, denn jetzt geht der Stress für die Studenten erst richtig los. Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten – für Faulenzen bleibt wenig Zeit. Die Pflichtlektuere hat sich umgehört: Wie überlebt ihr die Prüfungsphase? Sechs Studenten der TU und RUB berichten auf Seite 1 von ihren Überlebens- und Erfolgsstrategien. Außerdem haben viele von euch uns auf Facebook Tipps und Tricks verraten. Mehr dazu auf Seite 2.

Statistikstudent Ülfet Degirmencioglu setzt auf Tee. Foto: Lisa Tüch

Statistikstudent Ülfet Degirmencioglu setzt auf Tee. Foto: Lisa Tüch

Ülfet Degirmencioglu (20) studiert Statistik im ersten Semester. Er ist also noch ein Frischling was Klausuren an der Uni angeht. Trotzdem hat er schon einen Tipp, wie die Klausur zum Erfolg wird: „In Gruppen lernen. Da kann man sich austauschen und zusammen ist es einfacher zu lernen.“ Außerdem setzt er auf Tee: „Ich trinke beim Lernen immer Tee – davor, zwischendurch und auch danach.“

Musik beruhigt Rob Murray im Klausurenstress.

Musik beruhigt Rob Murray im Klausurenstress. Foto: Lisa Tüch

 

Der US-Amerikaner Rob Murray (33) studiert für zwei Auslandssemester Politikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der TU Dortmund. Obwohl er  internationaler Student ist, muss er genau wie deutsche Studenten Klausuren und Hausarbeiten schreiben. Dazu baut er sich einen Überblicksplan. Für jede Veranstaltung und Woche fasst er dort den Stoff kurz zusammen. So fällt es ihm leichter sich auf die Prüfungen vorzubereiten. Wenn es ihm dann doch mal zu bunt wird, hilft ihm die Musik: „Wenn ich im Klausurenstress bin, spiele ich Gitarre, trinke Kaffee oder rauche eine Zigarette.“ 

Sabrina Friesenburg setzt auf gute Vorbereitung und Koffein.

Sabrina Friesenburg setzt auf gute Vorbereitung und Koffein. Foto: Lisa Tüch

 

Die Informatikstudentin Sabrina Friesenburg (24) muss in diesem Semester – ihrem siebten – drei Klausuren schreiben. Dabei setzt sie auf gute Vorbereitung: Sie fängt immer schon zwei bis drei Monate vor der Klausur an zu lernen. „In diesem Jahr sind die Klausuren allerdings überraschend früh“, sagt die 24-Jährige. Daher hat sie weniger Zeit zum lernen. Sabrina lernt in Lerneinheiten. Eine Lerneinheit entspricht einem Thema. Pro Tag versucht sie dann eine Lerneinheit abzuarbeiten. Dabei motiviert sie Musik.  Sollte es zwei bis drei Wochen vor der Klausur doch noch eng werden, hat Sabrina ein Geheimrezept, das sich besonders für Nachtlernschichten eignet. Denn: Diese „Zuckerkoffeinbombe“, wie Sabrina sie nennt, hält euch auf jeden Fall auf den Beinen. Sabrina mixt drei Beutel schwarzen Tees mit 1,5 Esslöffeln Honig und das obwohl sie den Geschmack von schwarzen Tee hasst: „Aber mit Honig  geht es und die Mischung hält wach.“

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Zusammen mit Freunden lernt es sich besser, sagt Dominik Schweizer.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Zusammen mit Freunden lernt es sich besser, sagt Dominik Schweizer. Foto: Dominik Schweizer

 

Dominik Schweizer (22) studiert an der Ruhruniversität Bochum International Business. Dieses Semester muss er innerhalb von zweieinhalb Wochen fünf Klausuren schreiben – da kommt alles andere zu kurz: „Zu Hause häuft sich die Wäsche, der Abwasch und viel Zeit für andere wichtige Erledigungen bleibt auch nicht.“  Gut, dass er seine Freunde hat. Mit ihnen lernt er zusammen in kleinen Lerngruppen: „Wir können uns gut konzentrieren, lachen auch viel und jeder bringt Nervennahrung wie Früchte und Süßigkeiten mit.“ Weil die Konzentration morgens noch am höchsten ist, treffen sich die Freunde möglichst früh. So kann Dominik seine Freunde trotz seiner Partyabstinenz während der Prüfungsphase sehen. Außerdem gibt es Hoffnung: „Der größe Lichtblick ist der anstehende wohlverdiente Urlaub in den Semesterferien.“ 

 

Heinrich Volmering lernt am Liebsten in der Bibliothek. Foto: Lisa Tüch

Heinrich Volmering lernt am Liebsten in der Bibliothek. Foto: Lisa Tüch

 

„Ich versuche mir dieKlausuren so zu legen, dass die Termine sich nicht überlappen – so dass immer eine Woche Zeit zum Lernen zwischen den Klausuren ist“, sagt Henrich Volmering. Er studiert im siebten Semester Sonderpädagogik auf Lehramt und hat daher schon viele Klausuren geschrieben. Er kann am Besten in der Bibliothek und in Lerngruppen lernen, denn zu Hause ist er zu sehr abgelenkt: „Da lenkt mich zum Beispiel Facebook ab und dann kommt der Schlendrian.“ Außerdem setzt er auf die Zusammenfassungen des Stoffes von Mitstudenten.

Maria Tinten lernt unter Druck am Besten. Foto: Lisa Tüch

Maria Tinten lernt unter Druck am Besten. Foto: Lisa Tüch

 

Maria Tinten (20) lässt sich von Klausuren nicht stressen, sondern versucht locker an Prüfungen ranzugehen. Die Sonderpädagokikstudentin im dritten Semester muss in diesem Semester fünf Klausuren schreiben: „Das ist vergleichsweise wenig. Im letzten Jahr waren es acht Klausuren.“ Die 20-Jährige lernt am Besten unter Druck: „Ich mach ganz lange gar nichts. Dann kommt irgendwann der Punkt, da muss ich loslegen, sonst ist es zu spät. Das klappt gut.“ Und wenn sie gar nicht mehr kann, spielt sie Klavier.

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