Weihnachtsbräuche: Baum, Kranz, Kalender & Co.

Wer kennt das nicht, pünktlich zu Adventsbeginn werden Kranz, Kalender und bergeweise Deko rausgekramt und in Haus, Wohnung oder WG verteilt. Viele der Bräuche rund um Christi Geburt sind neueren Datums, doch oft weiß man selbst nicht so genau, wo die scheinbar so typischen Weihnachtsbräuche herkommen.

Er gehört vielerorts zum heiligen Fest dazu: der Weihnachtsbaum.

Er gehört vielerorts zum heiligen Fest dazu: der Weihnachtsbaum.

Verhältnismäßig alt ist dabei noch der Klassiker unter den Bräuchen – der Weihnachtsbaum nämlich. Das erste historisch belegte Exemplar stand im Jahre 1419 in Freiburg. Allerdings firmierte die Tanne damals noch unter dem Namen „Weihnachtsmaien“. Der Name deutet darauf hin, dass die Bäume vor allem im Freien aufgestellt wurden und ähnlichen Charakter hatten wie die Maibäume. Erst im 18. Jahrhundert wurden die ersten Tannen in den Wohnzimmer aufgestellt, oder besser aufgehängt, denn zunächst hingen die Weihnachtsbäume von der Decke herab. Übrigens, zunächst fanden sich Christbäume vor allem in protestantischen Haushalten – für Katholiken war die Krippe wichtigstes Weihnachtsutensil.

Ein „neuer“ Brauch: Der Adventskalender

Auch wenn der Weihnachtsbaum, großzügig gerechnet, „erst“ 600 Jahre alt ist, geradezu „neumodisch“ sind dagegen Adventskranz oder Adventskalender. Der Erzählung nach hatte der erste Adventskranz aus dem Jahre 1839 außerdem noch 23 Kerzen und somit durchaus Ähnlichkeit mit unserem heutigen Adventskalender. Ein Hamburger Erzieher bastelte diesen Kranz, wohl um den Kindern die Wartezeit zu verkürzen. Ob dies tatsächlich der erste Kranz seiner Art war, ist jedoch nicht klar. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich der Adventskranz mit 4 Kerzen durchgesetzt. Etwa zu diesem Zeitpunkt entstanden auch die ersten Adventskalender. Ein Münchner Unternehmer hatte 1904 dann die zündende Geschäftsidee und stellte den ersten gedruckten Adventskalender her. Hier konnten die Kinder jeden Tag ein neues buntes Bildchen aufkleben.