Wissenswert: Der Konsumklimaindex

Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: XX/XX

Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: pixelio.de/Thorben Wengert.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlicht monatlich den Konsumklimaindex. Dieser ist vor allem für die Wirtschaft, Politik und die Presse ein wichtiger Wert, der das Konsumverhalten der Bürger beschreiben soll. Entscheidend für die Berechnung ist ein Fragebogen, der aktuelle Stimmungen abfragt.

„Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?“ – Dies ist eine der zwölf Fragen, die die 2.000 Befragten beim Fragebogen der GfK zu beantworten haben. Auswählen kann man dann zwischen Antworten wie „stark verbessern“ oder „stark verschlechtern“. Eine andere Frage ist: „Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen?“. Bei der Auswertung des Konsumklimas werden dann die negativen Antworten (in Prozent) von den positiven Antworten (in Prozent) subtrahiert.

Die 2000 Befragten werden monatlich durch eine Quotenstichprobe ermittelt. So wird gewährtleistet, dass die Befragung die erwachsene Bevölkerung der Republik repräsentiert. Foto: pixelio.de/Gerd Altmann.

Die 2.000 Befragten werden durch eine Quotenstichprobe ermittelt. So wird gewährleistet, dass die Befragung die erwachsene Bevölkerung der Republik repräsentiert. Foto: pixelio.de/Gerd Altmann.

„Mit dem errechneten Wert, dem Gesamtindikator, haben wir die Entwicklung des privaten Verbrauchs“, erklärt GfK-Marktforscher Rolf Bürkl. „Unser Ziel ist es, die Stimmungsänderungen der Haushalte zu ermitteln.“

Einfluss durch Psychologie

Auch wirtschaftliche Ereignisse können die Stimmung der Befragten beeinflussen: So zum Beispiel 2008, als die Pleite von Lehman Brothers bekannt gegeben wurde. „Es sind eben nicht nur harte Fakten, sondern auch psychologische Einflüsse wie die Angst vor Arbeitslosigkeit, die die Stimmung festlegen“, sagt Bürkl.

Seit 1980 wird die sogenannte „GfK-Konsumklimastudie“ erhoben und gegen Ende des Monats veröffentlicht. Der ermittelte Indikator zeigt somit das Konsumklima für den Folgemonat an. Die weiteren Werte sind besonders für Banken, Versicherungen und Ministerien relevant, die diese Zahlen zu Analysezwecken verwenden. Der GfK-Konsumklimaindikator ist vielbeachtet: Denn im Gegensatz zu quartalsweise berechneten Statistiken liegen Zahlen zu Konsumentwicklungen monatlich vor. Außerdem ergänzen die Werte andere amtlich erhobene Statistiken wie das EU-Verbrauchervertrauen.

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