UDE untersucht Staatszusammenbrüche

Duisburg/Essen. Im Oktober startet ein neues Forschungsprojekt am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE). Das vierköpfige Team versucht herauszufinden, warum Staaten zusammenbrechen. Unterstützt wird das Projekt in den nächsten drei Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Projektleiter Daniel Lambach beschäftigt sich bereits seit zehn Jahren mit dem Thema. Nun will er im Rahmen des Projekts 18 Länder miteinander vergleichen und herausfinden, warum die staatlichen Institutionen dort versagten. Die Länder hat Lambach bewusst ausgewählt: „Wir haben den Zeitraum ab 1960 untersucht, damit wir uns auf die Phase nach der Dekolonisierung beschränken“, erklärte er im Gespräch mit pflichtlektuere.com. 11 der Länder liegen in Afrika, die anderen Staaten sind in Asien, dem Nahen Osten und Europa kollabiert. Zu den betroffenen Ländern gehören unter anderem Somalia, der Libanon und Liberia.

Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter sowie eine studentische Hilfskraft unterstützen Lambach bei dem Projekt. Erste Ergebnisse können sie vermutlich 2013 präsentieren. Mit dem Projekt möchte die UDE ihren Profilschwerpunkt „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ stärken.

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