27. Januar 1945: Dem Tod entkommen

Auschwitz ist bis heute ein Symbol für den Völkermord zur Zeit des Nationalsozialismus. Als eines von rund 1000 Konzentrationslagern war es der räumlich größte Lagerkomplex. Ab 1940 wurde er nach und nach in Betrieb genommen. Am 27. Januar 1945 dann die Erlösung: Die Rote Armee befreite die Überlebenden.

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Eine Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus.

Foto: flickr.com/people/carloscapote

Zum Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes gibt es seit 1996 in Deutschland den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Es wird an die Qualen, Verfolgungen und Morde erinnert und der Tag ist als nationaler Gedenktag fest verankert.  Jedes Jahr am 27. Januar wird an öffentlichen Gebäuden Trauerbeflaggung gesetzt und es finden bundesweit Lesungen, Theateraufführungen, Schulprojekte oder Gottesdienste zur Erinnerung an die damaligen Verbrechen statt.

Der BVB engagiert sich vielfältig gegen das Vergessen

Auch im Sport wird den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Im Dortmunder Borusseum, dem Borussia-Dortmund Museum, findet um 19:09Uhr schon zum vierten Mal die Veranstaltung „Tag gegen das Vergessen“ statt. Unter dem Motto „Nie wieder!“ ist wie in den Vorjahren erneut ein weitgefächertes Programm geplant: Der ehemalige BVB-Widerstandskämpfer Fritz Weller wird portraitiert und der BVB-Archivar Gerd Kolbe erzählt über Karl Büttner, der vom BVB für tot gehalten wurde und erst im Jahr 1955 aus der russischen Gefangenschaft auftauchte.
Danach wird in einem Rückblick das Engagement des BVB bei zurückliegenden Gedenkveranstaltungen dargestellt. Der BVB setzt sich schon seit langem gegen das Vergessen der Nazi-Verbrechen ein und hat auch 2013 unter anderem am Friedensfest auf dem Dorstfelder Wilhelmplatz teilgenommen. Im Rahmen der von den Neonazis angemeldeten Umzüge stellen sich dort viele Dortmunder jährlich Ende August gegen die rechtsextreme Bewegung. Der BVB ist aber auch bei anderen Gedenkveranstaltungen präsent, wie beispielsweise dem Heinrich-Czerkus-Lauf. Er ist benannt nach einem ehemaligen Platzwart des Vereins, der Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime war und im Dortmunder Rombergpark von Nazis ermordet wurde. Außerdem bietet der BVB Gedenkstättenfahrten zu  den ehemaligen Konzentrationslagern an, um besonders Jugendliche an die Verbrechen zu erinnern. Dort können sie die Lager besichtigen und sich das Wissen zusätzlich selbst erarbeiten. Bei der Veranstaltung im Borusseum erzählen zwei Jugendliche ausführlicher von ihren Eindrücken der Gedenkstättenfahrten. Eine Lesung und ein kurzes stilles Gedenken schließen den Abend ab. Einlass ist ab 18:30Uhr.ehr zum Thema

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