UDE: So geht Hochschulpolitik

Hochschulpolitik ist für die meisten Studierenden uninteressant, überflüssig und unverständlich. Das will die Universität Duisburg-Essen (UDE) ändern: Unter dem Titel „Zoff im StuPa“ findet an der UDE in diesem Wintersemester wieder ein Blockseminar statt, in dem Studierende lernen, wie Hochschulpolitik funktioniert.

In der Veranstaltungsreihe lernen Studierende von ihren hochschulpolitisch aktiven Kommilitonen, welche Möglichkeiten es gibt, das Uni-Leben mitzugestalten und zu verbessern. Wie die Universität mitteilt, können Studierende im Blockseminar nicht nur lernen, wie das Studierendenparlament (StuPa) arbeitet, sondern auch Leistungspunkte erwerben.

Aufgebaut ist das Seminar nach einem Planspiel. Robert Salzmann, ehemaliges AStA-Mitglied, sagt: „Bei ‚Zoff im StuPa‘ schlüpfen die Teilnehmer in verschiedene Rollen und lernen spielerisch, nach welchen Regeln und mit welchen Methoden die politischen Prozesse an einer Hochschule funktionieren oder scheitern können. Wir wollen Hemmschwellen senken und zeigen, wie abwechslungsreich, spannend und lohnend ein Engagement in den Hochschulgremien für Studierende sein kann.“

Im Lehrangebot der UDE ist das Seminar bereits seit einem Jahr vorhanden und ist bislang bei den Teilnehmern auf positive Resonanz. gestoßen. Es soll zusätzlich für die Universitätsallianz der Metropole Ruhr (UAMR) aufgenommen werden. So wird es auch für Studierende der Universitäten in Dortmund und Bochum interessant.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat das Blockseminar mit der „Hochschulperle des Monats“ Oktober ausgezeichnet. Der Verband stellt jeden Monat eine „Hochschulperle“ vor, aus denen dann die Perle des Jahres 2012 hervorgeht. Ulrike Findeklee vom Stifterverband sagt: „Nicht nur der studentische Einsatz ist bemerkenswert, sondern auch seine Anerkennung durch die Universität, die das Seminar als Pilotprojekt in den offiziellen Lehrplan übernommen hat.“