Dortmunder „Pisa“-Studie für Computer

Dortmund. Die „Pisa“-Studie untersucht, wie Schüler einen Text erfassen oder wie gut sie rechnen können – wie gut sie mit Laptops oder dem Internet umgehen können, lässt „Pisa“ jedoch außer Acht. Ein neuer Test, der genau das in 21 Ländern überprüfen möchte, kommt aus Dortmund.

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) hat die „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS) entwickelt. Ab dem Frühjahr 2013 werden Mitarbeiter des IFS in insgesamt 150 Schulen gehen, um dort Achtklässler 90 Minuten lang auf ihre Computerkenntnisse hin zu testen. Denn die Technik hat schon längst Einzug in die Klassenräume weltweit gefunden; Laptops, elektronische Tafeln, Netzwerke für Hausaufgaben sind Alltag.

Aber es wurde bisher noch nicht erfasst, wie gut oder schlecht Schüler eigentlich damit umgehen können“, so Prof. Dr. Wilfried Bos vom IFS, der die Studie zusammen mit Dr. Birgit Eickelmann koordiniert. Die Forscher wollen zum Beispiel untersuchen, wie Schüler Informationen aus dem Internet bewerten oder wie sie mit digitalen Medien arbeiten.

Bis Ende 2014 will das IFS die Ergebnisse ausgewertet haben, das Ergebnis ist laut Bos „vollkommen offen“. Doch er ist sich sicher: Die Studie „wird Diskussionen auslösen. Und langfristig werden sich daraus Bildungsstandards für diesen Bereich entwickeln.“