Abgeordneter kritisiert Gema-Reform

Dortmund. Wenn Musik in der Öffentlichkeit gespielt wird, dann muss der Veranstalter Gebühren zahlen. Das ist nichts Neues – neu ist jedoch, dass die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ab dem 1. Januar 2013 zehn Prozent des Eintrittspreises verlangt, unabhängig davon, wie viele Eintrittskarten der Veranstalter verkauft hat. Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow (SPD) sieht darin die Gefahr der „Gebührenexplosion“.

Die könnte nicht nur Discos hart treffen, sondern zum Beispiel auch Straßen- oder Schützenfeste, für die das Mehr an Kosten sogar das Aus bedeuten könnte, so Bülow (SPD). Denn ab fünf Stunden Veranstaltungsdauer wolle die Gema sogar einen Zuschlag in Höhe von 50 Prozent  fordern. Der Dortmunder Abgeordnete fordert jetzt die Gema auf, „einen neuen Vorschlag zu erarbeiten, der die Interessen von Urheber und Konsument fair berücksichtigt.“

Die Gema sieht in ihrer Reform eine Vereinfachung ihres Gebührensystems. Das findet Bülow nach eigenen Angaben zwar gut – doch gleichzeitig seien diese Tariferhöhungen existenzgefährdend und könnten die „Dortmunder Club-Szene“ zerschlagen. Als Beispiel nennt Bülow gegenüber der WAZ etwa das „Nightrooms“, das nach der Reform statt aktuell 18.000 Euro über 115.000 Euro an die Gema bezahlen müsse.

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