Stromausfall an der RUB – Studierende haben frei

Audimax-RUB

Das Gelände der Ruhr-Universität Bochum (RUB) war zwischen Mittwoch und Donnerstag rund 21 Stunden vom Stromnetz getrennt. Deshalb fällt am Donnerstag ein Großteil der Veranstaltungen aus. Auch die Hochschule Bochum ist betroffen. Mittlerweile ist das Problem wieder behoben. 

Keine Vorlesungen, keine Klausuren, nicht einmal in der Mensa läuft der reguläre Betrieb: Zwischen Mittwochmittag, 14.15 Uhr, und Donnerstag, 11.30 Uhr, fiel an der gesamten RUB sowie der angrenzenden Hochschule Bochum der Strom aus. Während am Mittwoch noch ein Teil der Veranstaltungen stattfand, ruhte das Campusleben am Donnerstag komplett. Am Mittwochabend war zunächst noch geplant, am nächsten Tag zumindest einige Vorlesungen und Seminare stattfinden zu lassen.

Diese Entscheidung korrigierte der Krisenstab der Uni dann aber am frühen Donnerstagmorgen. Universität und Hochschule teilten über die sozialen Netzwerke mit, dass am Donnerstag alle Studierenden daheim bleiben dürfen – allerdings mit einer Ausnahme: Alle Räumlichkeiten außerhalb des eigentlichen Geländes, zum Beispiel angemietete Hörsäle in der Innenstadt, konnten genutzt werden – und wurden das auch. 

Währenddessen arbeiteten die Stadtwerke Bochum daran, den Hauptcampus schnellstmöglich wieder an das Stromnetz anzuschließen. Die Ursache sei zwar schnell gefunden worden, das Problem aber noch nicht behoben, teilte das Unternehmen mit. Nach Angaben des städtischen Energieversorgers wird die RUB von einem Umspannwerk im Stadtteil Laer versorgt. Von da führen zwei 30.000 Volt-Kabel zum Campus. Genau diese beiden Kabel waren defekt. Einen Stromausfall derartigen Ausmaßes habe es zuletzt vor 25 Jahren gegeben. Erst am Mittwochmorgen gegen 11.30 Uhr konnte das Problem gelöst werden und die RUB allmählich wieder mit Strom versorgt werden. 

Bereits jetzt teilt die Uni mit, dass es einige Zeit dauern wird, bis der Normalzustand wieder hergestellt sei. Der Stromausfall hatte weitreichende Folgen, heißt es aus dem Dezernat Hochschulkommunikation. So waren bis Donnerstagmorgen beispielsweise auch sämtliche Mailserver vom Netz getrennt. Auch in der Mensa sowie der Universitätsbibliothek konnte nicht wie gewohnt gearbeitet werden. Die Schranken der Parkhäuser mussten am Mittwoch manuell geöffnet werden.

Die RUB informiert über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter weiter aktuell über alle Neuigkeiten. Auch werden dort Fragen der Studierenden beantwortet. Diese reagierten unterschiedlich auf die Meldungen der Universität. Viele freuten sich über den vorlesungsfreien Tag. Andere kritisierten allerdings die Informationspolitik vor Ort sowie die vorübergehende Schließung der Bibliothek. Einige Studierende müssten sich auf wichtige Klausuren vorbereiten, war in Online-Kommentaren immer wieder zu lesen.