UDE: AStA will Abschaffung der Hochschulräte

Duisburg/Essen. Der AStA der Universität Duisburg Essen fordert erneut die Abschaffung der Hochschulräte und übt dabei vor allem Kritik an den Verhältnissen an der eigenen Uni. Die Fraktionen des Landtages NRW sollen die Räte nun aus dem künftigen Hochschulzukunftsgesetz streichen.

Für den jüngsten Eklat sorgte der erst am vergangenen Freitag vorgestellte Jahresbericht des Hochschulrates der Universität Duisburg-Essen. Der AstA kritisiert Umfang und Inhalt des Berichts. Gerade einmal sieben Seiten lang sei das Papier, so der Referent für Hochschulpolitik, Daniel Lucas: „Jeder Kaninchenzüchterverein setzt höhere Maßstäbe an die Berichtspflicht.“

Kritik gibt es auch dafür, dass die Sitzungen und Protokolle des Hochschulrates geheim seien und inhaltliche Auseinandersetzungen nicht bei Sitzungen geführt würden, sondern auf informellem Wege. Der eigene Hochschulrat sei überflüssig, eher aber gefährlich, da Kontrollfunktionen ausblieben. Die Kompetenzen müssten daher auf den Senat verlagert werden. Wenn der Hochschulrat der UDE noch als besonders kooperativ gelte, wolle man nicht wissen, wie schlimm es an anderen Hochschulen stehe, so der AStA.

Update: Auf Nachfrage der pflichtlektüre hat der Hochschulrat Stellung zu den Vorwürfen genommen. Wie es in einer Mitteilung heißt, bedauere er den Versuch der  Studienvertretung die gute Zusammenarbeit mit dem Rektorat durch unsachgerechte und teils falsche Aussagen in Abrede zu stellen. Es sei zu begrüßen, dass das neue Hochschulzukunftsgesetz die Bedeutung des Hochschulrats bestätige.

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