Flüchtlingszahlen für Dortmund deutlich gesunken – Stadt legt Bericht vor

In Dortmund sind im letzten Jahr die Flüchtlingszahlen deutlich gesunken. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Sachstandsbericht der Stadt Dortmund hervor. So seien im Jahr 2016 nur noch 2704 Flüchtlinge kommunal zugewiesen worden, während es 2015 noch 4137 Flüchtlinge waren. Auch die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen ist von 1128 auf 739 gesunken. Insgesamt leben aktuell etwa 9000 Flüchtlinge in Dortmund.

Die sinkende Anzahl von Flüchtlingen führte im letzten Jahr auch dazu, dass Unterkünfte aufgrund von Überkapazitäten zurück- und abgebaut werden konnten. So wird derzeit über die Weiterverwendung der Traglufthallen von der Stadtkrone Ost diskutiert, die zur Flüchtlingsunterbringung aktuell nicht mehr benötigt werden. Weitere Schwerpunkte im 90-Seiten-Bericht sind neben den Unterkünften die Integration und die Arbeit der Krisenstäbe. Letztere wurden regelmäßig einberufen und koordinierten unter anderem Arbeitsgruppen, die Informationsgewinnung und Entscheidungsvorbereitungen.

Durch die sinkenden Flüchtlingszahlen werden im Land NRW außerdem kleinere Erstaufnahmeeinrichtungen geschlossen. In Dortmund wurde bereits 2015 der Standort Hacheney aufgegeben, in den kommenden Monaten soll nun auch die Einrichtung an der Buschmühle aufgegeben werden. Die Verantwortung obliegt dabei aber der Bezirksregierung Arnsberg. Als eine weitere Auswirkung der gesunkenen Zahlen, wird auch die Zentrale Ausländerbehörde in Dortmund abgeschafft. Deren Aufgaben übernimmt dann der Kreis Unna.

Für die Zukunft sieht sich die Stadt Dortmund gut gewappnet. Die Erfahrungen der letzten Jahre seien für kommende Probleme sehr hilfreich. Gleichzeitig rücken für die Stadt nun weitere Handlungsfelder ins Blickfeld,  zum Beispiel Wohnraum oder Bildung.

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