Rathausparty: Muffins bei den Grünen

Lange Gesichter bei der CDU, Zufriedenheit bei der FDP und Riesen-Jubel bei der SPD: Auch im Dortmunder Rathaus findet das Wahlergebnis ein entsprechendes Echo.

Lautstark jubelte die SPD, als die ersten Wahlergebnisse veröffentlicht wurden. Heftig gratuliert wurde zum Beispiel der Dortmunder SPD-Direktkandidatin Gerda Kieninger. Die zeigte sich zufrieden und selbstbewusst: „Wir haben unser Wahlziel erreicht“, lautete das klare Statement Kieningers. Außerdem gehe sie davon aus, dass alle Direktkandidaten, so wie bei der Wahl 2010, wieder in den Landtag gewählt werden.

Jubel bei der SPD, und Direktkandidatin Gerda Kieninger mittendrin. Foto: Marie Denecke

Jubel bei der SPD, und Direktkandidatin Gerda Kieninger mittendrin. Foto: Marie Denecke

Claudia Middendorf von den Christdemokraten hält sich entsprechend der NRW-Wahlergebnisse mit Äußerungen zurück: „Erst einmal sehen, wie das Dortmunder Ergebnis ist.“ Doch mit so großen Verlusten „habe ich nicht gerechnet“, so Middendorf. Dieser Stimmung entsprechend feierten auch die Parteimitglieder im Dortmunder Rathaus: sehr leise und mit äußerst verhaltenem Händeschütteln.

Im Saal der FPD wurde sich auf die Schulter geklopft und angestoßen. Und Berthold Budde, Direktkandidat der FDP, zeigt sich angesichts des NRW-Ergebnisses mehr als zufrieden: „Die Stimmung ist toll!“, so Budde. „Wir haben gekämpft und hatten einen tollen Spitzenkandidaten.“ Die Liberalen hätten „fast das Maximum“ herausgeholt.

Claudia Middendorf (CDU), Gerda Kieninger (SPD) und Berthold Budde (FDP) suggerieren Einigkeit vor der Kamera. Foto: Marie Denecke

Claudia Middendorf (CDU), Gerda Kieninger (SPD) und Berthold Budde (FDP) suggerieren Einigkeit vor der Kamera. Foto: Marie Denecke

Gejubelt wurde auch im Saal, in dem die Grünen die Ergebnisse angesehen haben – hier wird gelöst gefeiert mit Kanapees, Sekt und Muffins. Allerdings hoffte man im Saal kurz nach 18 Uhr noch auf eine Veränderung des Ergebnisses. „Das sind ja erst mal nur Prognosen“, hieß es. Auch wenn die Grünen kaum über die zwölf Prozent hinauskommen und sich damit im Vergleich zu 2012 nicht wesentlich mehr Stimmen bekommen haben, herrschte bei den Grünen doch äußerst gelöste Stimmung.