UDE: Medizinstudenten protestieren gegen neues Pflichtpraktikum

Rund 300 Medizin-Studierende der Universität Duisburg-Essen haben am Donnerstag gegen eine mögliche Reform der Approbationsordnung demonstriert. Die Reform sieht innerhalb des Praxisjahres einen weiteren Pflichtabschnitt vor: die Allgemeinmedizin.

„Nein zum Pflichtquartal“ so hat gestern der Slogan auf Plakaten der Studierenden auf dem medizinischen Campus in Essen gelautet. Die Studenten demonstrieren damit gegen eine vorgesehene Reform des Studiums, über die der Bundesrat an diesem Freitag abstimmen soll. Bei einem positiven Votum würden die angehenden Ärzte einen Pflichtaufenthalt in einer Hausarztpraxis einlegen müssen. Auch an anderen medizinischen Fakultäten in ganz Deutschland gab es Proteste gegen die geplante Reform.

Darüber hinaus soll der Bundesrat über weitere Veränderungen im Studienfach Medizin abstimmen. Unter anderem soll der Wechsel der Universität vereinfacht und das Studium stressfreier gestaltet werden.

Das Praxisjahr im Medizinstudium besteht aus vier Abschnitten, bisher sind nur Stationen in der Chirurgie und in der Inneren Medizin verpflichtend. Um diese Vorgabe zu umgehen, absolvieren viele Studierende ihr Praxisjahr schon jetzt im Ausland, dort besteht eine größere Wahlfreiheit.

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