Flüchtlinge können in Wohnschiffe einziehen

„Arche Noah“ heißt das Projekt, das am Dienstag am Dortmunder Hafen an den Start geht: zwei Wohnschiffe, die sonst auf der Donau unterwegs sind, werden ab dieser Woche zum Heim für alleinreisende Flüchtlinge und sind zunächst für zwei Jahre angemietet. Am Samstag konnten die Schiffe besichtigt werden.

Platz für 180 alleinreisende Flüchtlinge soll es auf den Wohnschiffen geben, die am Dienstag (3.11.) bezogen werden, schreiben die Ruhr Nachrichten. Aus Sicherheitsgründen werden nur alleinreisende Erwachsene auf dem Schiff untergebracht, das der Caritasverband Dortmund betreut. Auch ein Sicherheitsservice bewacht die Unterkunft.

Interessierte konnten sich am Samstag ein Bild der beiden Schiffe machen. Auf der „Diana“ und der „Solaris“ gibt es für die dort einziehenden Flüchtlinge kleine Kabinen mit zwei bis drei Betten und Dusche. Beengt soll es jedoch sein, deswegen „sollen die Bewohner Abwechslung in umliegenden Kirchengemeinden finden“, zitieren die Ruhr Nachrichten Manfred von Kölln von der Caritas.

Der Titel „Arche Noah“ wurde von der Caritas mit Bedacht gewählt. So schreibt der Verband auf seiner Homepage: „Dieser Name ist gleichzeitig Programm für die Menschen, die auf der Flucht waren und jetzt hier einen sicheren Hafen gefunden haben.“ Zudem sei das Motiv der Arche „allen drei Weltreligionen gleichermaßen vertraut: Islam, Judentum und Christentum.“

Bisher wurden Dortmund 5200 Flüchtlinge zugewiesen, die in Containern, Turnhallen, Häusern oder Wohnungen leben. In der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Hacheney kommen momentan 1350 Menschen unter.

 

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