Weltkriegsbombe legt Düsseldorfer Flughafen lahm

Eine Weltkriegsbombe ist am frühen Montagmorgen am Düsseldorfer Flughafen gefunden worden. Den 2,5 Zentner schweren Blindgänger mit Langzeitzünder (Säurezünder) entdeckten Mitarbeiter eines Kampfmittelräumdienstes bei Sondierungsarbeiten. Die so genannten Säurezünder gelten als besonders gefährlich und unberechenbar. Die Bombe musste schnellstmöglich gesprengt werden.

Seit Sonntagabend um 23 Uhr wurde am Flughafen nach Blindgängern gesucht. Bei der Untersuchung von Luftaufnahmen seien fünf Stellen auf dem Gelände ausgemacht worden, an denen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg vermutet wurden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Rheinischen Post. Vermutet wurden die Bomben in vier Metern Tiefe.

Nach dem Fund des Blindgängers ging am Montag zwischen 7.45 Uhr und 8.48 Uhr am Flughafen deswegen nichts: Sieben Flüge wurden annulliert und insgesamt 41 weitere Flüge konnten entweder nicht landen oder nur verspätet starten. 38 Flüge waren für den Sprengungszeitraum planmäßig vorgesehen, heißt es vonseiten des Flughafens.

Anwohner, schreibt der Focus, seien von der Sprengung nicht betroffen gewesen. Der Evakuierungsradius lag bei nur 500 Metern. Zur Sprengung wurde ein acht Meter tiefes Loch gegraben und zur Abdämpfung der Explosion mit Sandsäcken aufgeschüttet. Zunächst war die Sprengung für zwischen 8 und 8.30 Uhr geplant, heißt es in einer Pressemitteilung des Flughafens. Sie verschob sich jedoch eine Dreiviertelstunde nach hinten. Zuvor starteten die Maschinen planmäßig, die nächsten Flüge gehen voraussichtlich wieder ab 10.40 Uhr.

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