Minister Pinkwart: Naturwissenschaften und Technik fördern

Im Rahmen des Innovationstages hat Andreas Pinkwart heute das zdi-Zentrum – das Zentrum der Innovation – eröffnet. Mithilfe des Projektes sollen Schülerinnen und Schüler schon früh die Möglichkeit bekommen, sich mit naturwissenschaftlichen und technischen Fächern, den so genannten MINT-Fächern, zu beschäftigen.

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Die Gymnasiasten Chaima Amhaouach und Kilian Fricke mit extrahierter DNA. Fotos (2): Sarah Müller

Die Gymnasiasten Chaima Amhaouach und Kilian Fricke mit extrahierter DNA. Fotos (2): Sarah Müller

Was ist eigentlich personalisierte Tinte? Diese Frage beantworteten die Schüler Kilian Fricke und Chaima Amahaouach vom Gymnasium an der Schweizer Allee am Innovationstag in Dortmund. Es ist Tinte, die mit menschlicher DNA angereichert wurde. Beim Schreiben wird dann mit der Tinte auf dem Papier nicht nur die individuelle Handschrift, sondern auch der einzigartige genetische Schlüssel hinterlassen. Spenderin der DNA war Schulleiterin Inge Levin, die von ihren Schülern den Auftrag bekam, eine halbe Minute auf ihrer Mundschleimhaut zu kauen und dann mit einem Glas Wasser die Hautfetzen auszuspülen. Danach begann ein aufwendiger Forschungsprozess vom Sichtbarmachen der DNA, über das Aufbrechen des Zellkerns bis zur Zerstörung der Histone, auf denen die DNA im Körper aufgewickelt ist. Übrig bleibt ein fünf Meter langer, schwer erkennbarer Faden. Er wird in die Tinte gemischt. Für dieses Projekt haben sich die Schüler heute ein großes Lob abgeholt.

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Den Nachwuchs für Forschung begeistern

Es sei sehr wichtig, Schüler für die MINT-Fächer zu begeistern, meint Andreas Pinkwart. Das neue zdi-Zentrum sei eine gute Chance dafür. Das Zentrum soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich praktisch mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaftlichen und Technik zu beschäftigen. Dazu sollen die Schülerlabore an der Technischen Universität und der Fachhochschule weiter ausgebaut werden. Um sein Vorhaben zu besiegeln, unterzeichneten Minister Pinkwart und zwölf Partner des Projektes die zdi-Gründungsurkunde. Schulleiterin Inge Levin unterschrieb mit der Tinte, die die Schüler extra für sie angerührt hatten. Sie nutzte den Anlass um Minister Pinkwart aufzufordern nun nicht die Hände in den Schoß zu legen: „Es muss noch mehr Unterstützung von Seiten des Landes geben.“

Schulleiterin Inge Levin unterschreibt mit ihrer personalisierten Tinte.

Schulleiterin Inge Levin unterschreibt mit ihrer personalisierten Tinte.

Die Farben im Schwarz

Das DNA-Projekt ist nicht das einzige, das das Gymnasium vorgestellt hat. Stefanie Dick und Larissa Casper haben sich an der Papierchromatografie versucht. Ein schwieriges Wort – sei aber eigentlich ganz einfach, meinen die Beiden. „Schreibt man mit einem dicken schwarzen Stift einen Buchstaben auf ein spezielles Papier und träufelt dann ein Spiritus-Wasser-Gemisch darüber, werden die unterschiedlichen Farben sichtbar, aus denen das Schwarz besteht.“ Larissa Casper und ihre Schulkollegen müssen nicht mehr von den MINT-Fächern überzeugt werden. Ihnen ist klar, dass sie nach dem Abitur alle in diesem Bereich arbeiten möchten.

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