Der Baumarkt-Rauchmelder als Lebensretter

Anfang der Woche hat es in einem Studentenwohnheim in Dortmund gebrannt. Zwar wurde niemand verletzt, trotzdem bleibt im Hinterkopf: Das hätte auch schlimmer ausgehen können. Wir haben mit einem Experten darüber gesprochen, wie man sich vor Bränden schützt.

Von Maximilian Koch

Foto: Paul-Georg Meister/PIXELIO

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Zum Glück waren in der Nacht zum Montag noch alle Evakuierungswege frei, als das Feuer bemerkt wurde. So konnten die 30 Bewohner der oberen Stockwerke des Studentenwohnheims in der Baroper Straße das Gebäude sicher verlassen. Die Feuerwehr löschte das in Flammen stehende Mobiliar des Appartements im sechsten Stockwerk rasch (wir berichteten).

Reicht ein Rauchmelder im Treppenhaus?

„Im gesamten Treppenhaus des Wohnheims sind Rauchmelder installiert“, sagt der Geschäftsführer der Dortmunder Studentenwerke, Rainer Niebur. Die haben allerdings nicht reagiert. Der Brand wurde von den Bewohnern bemerkt: Ihnen war ein stechender Geruch aufgefallen. Im Ernstfall kann es dann schon zu spät sein: „Je nach Wohnungstür kann es sehr lange dauern, bis der Rauch außerhalb bemerkt wird“, sagt Thomas Osthoff von der Dortmunder Feuerwehr. Es kann durchaus sein, dass die Wohnung schon in Flammen steht, wenn ein Nachbar den Brand bemerkt. Ungefähr 70 Prozent der Brandopfer werden laut Feuerwehr im Schlaf überrascht. Keine schöne Vorstellung – und noch dazu lebensgefährlich, weil die Opfer dann schon eine Menge Rauch eingeatmet haben. Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfehlen die Experten von der Feuerwehr Rauchmelder in den wichtigsten Wohnräumen: Rauchmelder sind klein, günstig zu haben und einfach zu installieren.

Rauchmelder als Lebensretter

Wenn sich niemand in der betroffenen Wohnung befindet, so wie es im Studentenwohnheim der Fall war, wird ein Rauchmelder schneller gehört als der Rauch bemerkt wird. Osthoff ist sich sicher: „Wenn der Brand schneller gemeldet wird, kann man den Sachschaden deutlich geringer halten.“ Der Feuerwehr-Sprecher hat übrigens auch selbst bei sich zu Hause Rauchmelder installiert.

Rauchmelder: Was müsst ihr beachten?

In NRW gilt keine Rauchmelder-Pflicht, deswegen müssen zum Beispiel die Studentenwerke keine solchen Geräte in ihren Wohnheimen anbringen – also sind die Bewohner selbst gefragt, ob nun im Studentenwohnheim oder in der WG. Wichtig für Studenten: Rauchmelder sind preiswert im Baumarkt zu bekommen. Feuerwehr-Sprecher Osthoff: „Ein Gerät unter fünf Euro reicht vollkommen aus.“ Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass das Gerät ein sogenanntest „VdS-Prüfzeichen“ hat. Das Prüfzeichen ist auf der Packung aufgedruckt und steht für „Vertrauen durch Sicherheit“. Alle Geräte mit „VdS“ drauf sind geeignet, egal, wie preiswert sie verkauft werden. Die Geräte werden meistens mit einer Anleitung im Set verkauft, die Montage ist aber recht simpel. (Eine Installationsanleitung ist unten verlinkt.)

Wichtig ist auch, wo ihr die Rauchmelder anbringt. Im Dortmunder Wohnheim gibt es die Mindest-Ausstattung: Ein Rauchmelder pro Etage, und zwar im Flur. Die Geräte sollte man immer in der Raummitte an der Decke anbringen.  Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte alle wichtigen Wohnräume wie das Schlafzimmer mit Rauchmeldern ausstatten. Auslassen sollte man Räume wie die Küche – sonst piept es, sobald jemand kocht.

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