Wohnungsmangel vor dem Wintersemester

Von Anne Schwedt und Karsten Kaminski

In knapp vier Wochen startet das Wintersemester und viele Studierende suchen eine Wohnung: Die pflichtlektüre hat die Lage auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt für euch überprüft, gibt Tipps und zeigt, wo und was noch zu bekommen ist.

Ein Blick aufs Schwarze Brett lohnt sich bei der Wohnungssuche. Foto: Anne Schwedt

Ein Blick aufs Schwarze Brett lohnt sich bei der Wohnungssuche. Foto: Anne Schwedt

Viele Studenten bevorzugen es, in der Stadt zu wohnen, weil dort mehr als an der Uni los ist.  Bei der Suche lohnt sich ein Blick auf die einschlägigen Online-Portale. Die meisten WG-Angebote gibt es in der Innenstadt und in der Nordstadt. Im Angebot sind sogar noch zwei WGs im beliebten Kreuzviertel.

Die Preise in der Innenstadt liegen für ein 15 bis 18 Quadratmeter großes Zimmer in einer Dreier-WG bei rund 250 bis 300 Euro warm.  Im Norden der Stadt bekommt man für rund 280 Euro warm ein Zimmer bis zu 20 Quadratmeter. Die meisten Zimmer werden für Anfang September angeboten, nur wenige suchen neue WG-Mitbewohner zum Semesterstart.

Schlechte Aussichten

Eine andere Chance bieten die Wohngenossenschaften der Stadt. Helga Menzel von der „Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft“ sagt aber, dass es in diesem Jahr schlecht für Studenten aussehe, die noch eine Wohnung suchen: „Vergangene Woche haben wir die letzte Wohnung an zwei Studenten vergeben. Im Augenblick sind keine Wohnungen gekündigt. Es kann aber durchaus sein, dass bis Oktober wieder einige Wohnungen frei werden.“

Die Wohnungsgenossenschaft bietet rund 27 Appartements im Kreuzviertel an, 21 in der Oststadt und vier Wohnungen in Körne. Die Obergrenze liegt bei 4,80 Euro pro Quadratmeter.

Die Wohnungsgenossenschaft „Spar und Bauverein“ hat Einzelwohnungen in der Innenstadt und in der Nordstadt bis an die Grenze zum Hafen. Der Durchschnittspreis liegt bei 3,60 Euro pro Quadratmeter, kann aber auch bis zu 4,60 Euro werden. Das sei vom Baujahr des Hauses abhängig, sagt Claudia Dollmann aus der Vermietungsabteilung.

.

Wohnen in Studentenwohnanlagen

Steigende Mieten? Nicht im Studentenwohnheim... Foto: Kourova

Studentenwohnheime sind eine Alternative zur Wohnung. Foto: Kourova

Studentenwohnanlagen bieten eine günstige Alternative zur eigenen Wohnung oder einer WG. Ein großer Vorteil von Studentenwohnanlagen ist die Nähe zur Uni. Von den meisten der Dortmunder Anlagen erreicht man die Uni in nur wenigen Minuten. Außerdem lernt man in den „Wohnheimteestuben“, bei Gemeinschaftsaktionen, Spiele-AGs oder anderen Freizeitangeboten schnell neue Leute kennen.

Neben den elf Wohnanlagen in Dortmund, bietet das Studentenwerk auch Anlagen in Hagen, Iserlohn und Soest an. Die Wohnanlagen unterscheiden sich oft nur in der Lage und in den Wohnformen. So gibt es die Möglichkeit, entweder Zweier-, Dreier-, Vierer- und Fünfer-WGs oder auch Einzelappartements zu beziehen. Die Zimmer sind meist voll- oder teilmöbliert und haben im Durchschnitt eine Größe von 17 Quadratmetern. Die Miete liegt zwischen 166 und 235 Euro warm, inklusive Internetanschluss.

Um ein Wohnanlagenzimmer kann sich jeder bewerben, der als Student eingeschrieben ist. Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Formular auf der Seite des Studentenwerks. Wer sich beworben hat, landet zunächst auf einer Warteliste.

2500 Bewerber auf der Warteliste

„Je nach dem, ob sich ein Student für mehrere oder eine bestimmte Wohnanlage beworben hat, kann die Wartezeit ganz unterschiedlich sein“, sagt Stefanie Kortmann vom Studentenwerk. Derzeit stehen etwa 2500 Bewerber auf der Warteliste. Da es „nur“ 2745 Wohnplätze gibt und die Anlagen momentan zu 100 Prozent belegt sind, stehen die Chancen auf einen Platz eher schlecht. Dennoch sagt Kortmann: „In jeden Fall bewerben. Studienanfänger können sich sogar schon sechs Monate vor Beginn des Studiums bewerben und das sollten sie aufgrund der langen Wartelisten auch tun.“

Übrigens: Zum Wintersemester 2013/14 soll die neue Wohnanlage in Dortmund-Eichlinghofen „Am Gardenkamp 43-45“ eröffnet werden. Dort stehen dann weitere 128 Wohnplätze zur Verfügung.

Tipp: Auf’s Schwarze Brett schauen

Viele Studenten bieten WG-Zimmer und Wohnungen auch über die Schwarzen Bretter in der Uni an. Ein Blick lohnt sich. Auf den Schwarzen Brettern in der EF50, im Audimax oder an der Mensa gibt es Wohnungen schon ab 220 Euro warm für ein 22 Quadratmeterzimmer in einer Vierer-WG. Die meisten Wohnungsangebote sind in Uninähe, Dorstfeld, Barop oder auch im Kreuzviertel oder in der Innenstadt. Für WG Zimmer zahlt man je nach Größe und Lage zwischen 200 und 350 Euro warm.