Ein Festakt für Journalistik-Professor Rager

Einen akademischen Festakt wünschte er sich zum Abschied – und den bekam er auch. Professor Günther Rager, langjähriges Mitglied des Instituts für Journalistik an der TU Dortmund, ging am Freitag in den wohlverdienten Ruhestand. Um sich von der Universität jedoch nicht mit einer typischen Entlassungsfeier zu verabschieden, wurde ein so genanntes „Forum für Führungskräfte“ veranstaltet, das aus verschiedenen Diskussionen und Vorträgen über den Journalismus bestand.

Prof. Günther Rager

Prof. Günther Rager

Zum Auftakt gab der 67-Jährige Professor sich selbst die Ehre und hielt sein Impulsreferat „Dimensionen der Qualität“ über die Aktualität und Relevanz von Themen im Journalismus. Wissenschaftler und Journalisten diskutierten im Anschluss die schwierigen Zeiten in den Redaktionen und ihre Möglichkeiten in der Zukunft. Moderiert wurde der Festakt von Ragers Institutskollegen Holger Wormer und Michael Steinbrecher.

Nach seiner Arbeit an verschiedenen Hochschulen unterstützte Günther Rager seit 1984 das Institut für Journalistik in Dortmund als Professor für redaktionelle Produktion und Journalismusforschung. Im Jahr 2005 erhielt er eine Ehrenprofessur der Journalistischen Fakultät der an der Lomonossov-Universität Moskau für sein Engagement beim Aufbau einer demokratischen Journalismusausbildung. Zudem ist er seit Jahren Mitglied der Grimme-Preis-Jury und Mitbegründer der Campuszeitung „Pflichtlektüre“.

Die Verabschiedung selbst fiel am Freitag kurz und bescheiden aus, so wie Rager es sich gewünscht hatte. Ein kurzer aber witziger Film, der für ihn gedreht wurde, ließ außer Heiterkeit kaum Emotionen zu. Und Professor Wormer deutete am Ende der Veranstaltung bereits an, dass er sich noch nicht ganz sicher sei, ob Ragers Abschied wirklich ein Abschied für immer sei. Denn dieser habe auch weiterhin noch viele Projekte in Aussicht, mit denen er sich beschäftigen möchte. Vielleicht, so Wormer, sei diese Verabschiedung ja nur die Entlassung in einen neuen Lebensabschnitt. Das sieht die pflichtlektüre-Redaktion ebenso und wünscht ihrem Mitbegründer alles erdenklich Gute für die Zukunft.

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