Loveparade-Katastrophe jährt sich zum siebten Mal

Am Montag (24. Juli) versammeln sich Angehörige und Freunde am Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg, um der 21 Opfer der Loveparade 2010 zu gedenken. Die Veranstaltung findet auf Einladung der Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ erstmals öffentlich statt. Dazu gibt es Livemusik, auch um auf die besondere Entwicklungen aufmerksam zu machen: Im Dezember startet nach vielen Jahren des Wartens der Strafprozess.

Nachdem sich am Sonntag bereits viele Menschen zur Nacht der 1.000 Lichter versammelt hatten, ertönen am Montag um 17 Uhr an der Unglücksstelle wie in jedem Jahr wieder  21 Glockenschläge zum Gedenken der 21 Opfer. Erstmalig wird es einen  22. Glockenschlag für alle Überlebenden geben.

Durch Massenpanik am Eingangsbereich haben vor genau sieben Jahren 21 junge Menschen ihr Leben verloren und rund 650 Weitere wurden verletzt. Angehörige und Betroffenen leiden bis heute an den Verlusten und Erinnerungen und sind nicht in der Lage vollständig abzuschließen, da noch immer kein Verantwortlicher für dieses Geschehen gefunden wurde. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Nach Angaben der Rheinischen Post sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters angeklagt. Sie müssen sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Wegen der hohen Beteiligung am Verfahren findet die Hauptverhandlung im Dezember im Congress Center Düsseldorf statt.