„Junge2Kunst“: Förderung für Nachwuchstalente

Wladimir Putin, Oligarchen oder Ukraine-Krise: Daran denken viele Menschen, wenn sie das Wort „Russland“ hören. Dass es trotz des schwierigen politischen Verhältnis zwischen Ost und West einen Austausch auf anderen Ebenen geben kann, beweisen der Freundeskreis Hagen-Smolensk und die russische Gruppe „Art Proisk“.

Um junge Menschen zu fördern, hat 2011 der Freundeskreis Hagen-Smolensk in Kooperation mit der Gruppe „Art Proisk“ und der Hagenring-Galerie das Austauschprojekt „Junge2Kunst“ ins Leben gerufen. Die besten zehn Künstler dürfen ihre Werke bei einer Ausstellung einem breiten Publikum vorstellen, die Top Drei gewinnen ein Förderstudium in Russland.

Alexej Dovgan, Vorstandsvorsitzende der russischen Gruppe "Art Proisk", und Hans-Werner Engel, Vorstandsvorsitzende des "Freundeskreises Hagen-Smolensk" bei der Eröffnung der Ausstellung in Smolensk/Russland. Foto: Olga Kourova.

Alexej Dovgan und Hans-Werner Engel bei der Eröffnung der Ausstellung in Smolensk/Russland. Foto: Olga Kourova

Bereits seit zehn Jahren fördert der Freundeskreis Hagen-Smolensk junge Menschen aus Hagen und Umgebung sowie dem Smolensker Gebiet in Russland. „Banker, Lehrer, Künstler, auch Mediziner gehören zum Teil dazu. Wir sind da sehr breit aufgestellt“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Vereins Hans-Werner Engel.

Austausch organisieren

Der künstlerische Austausch findet auf fast allen Ebenen statt. „Immer wieder, wenn sich etwas Neues ergibt, versuchen wir einen Austausch zu organisieren“, sagt Engel. Der russische Kooperationspartner des Vereins die Gruppe „Art Proisk“ und deren Leiter Alexej Dovgan haben bereits mehrere Projekte mit dem Freundeskreis Hagen-Smolensk auf die Beine gestellt. Unter anderem auch das Austauschprojekt „Junge2Kunst“.

„Während der Ausstellung, die nach der Vorauswahlrunde stattfindet, wählt eine Fachjury zwei von drei Preisträgern aus, einen darf das Publikum bestimmen“, erklärt Hans-Werner Engel den Ablauf des Wettbewerbs. In diesem Jahr hat sich die Jury für Sandra Opitz und Steffen Jopp entschieden, das Publikum hat Monika Czuczmann überzeugt.

„Zufälligerweise studieren alle Preisträger an der TU Dortmund und beschäftigen sich hauptsächlich mit Zeichnen“, erzählt Hans-Werner Engel. Allerdings unterscheidet sich ihre Herangehensweise: „Steffen Jopp ist beispielsweise ein Konzeptkünstler, der sich ein Konzept überlegt und zeichnerisch umsetzt, Sandra Opitz bietet hintergründige Zeichnungen, Monika Czuczmann hat eine Reihe von Bildern zu Frauenthemen gezeichnet“, sagt Engel.

Neben dem Phönix-Preis gewinnen die Nachwuchstalente eine zwölftägige Reise nach Russland. Während dieses Aufenthalts lernten sie nicht nur etablierte russische Künstler, sondern auch das Land hautnah kennen. Hans-Werner Engel, der Vorsitzende des Freundeskreises, berichtet von den Erlebnissen der Gruppe:

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