Kino-Vorschau: 127 Hours

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Großbritannien/USA
Regie: Danny Boyle
Darsteller: James Franco, Amber Tamblyn, Kate Mara
Starttermin: 17. Februar 2011

Aron Ralston (James Franco) ist ein Adrenalin-Junkie. Ganz allein klettert er in den einsamen Gebirgen Utahs.

Aron Ralston (James Franco) ist ein Adrenalin-Junkie. Ganz allein klettert er in den einsamen Gebirgen Utahs. Foto: Twentieth Century Fox/127hours.de

Es ist die Horrorvorstellung jedes Bergsteigers: den Arm eingeklemmt in einer Felsspalte, kein Kontakt zur Außenwelt, kaum Proviant. Nur ein Taschenmesser. Um zu überleben, muss man sich selbst den Arm amputieren.

Aron Ralston war tatsächlich in dieser Situation. Als begeisterter Bergsteiger und echter Adrenalin-Junkie versuchte er 2003, einen Berg in Utah zu erklimmen. Doch er rutschte ab. Nach dem Unfall war sein rechter Arm in einer Felsspalte eingeklemmt. 127 Stunden verharrte Aron auf der Stelle. Dann musste er sich entscheiden.

Schwere Kost, diese Geschichte. Aber auch eine Steilvorlage für ein packendes Ein-Mann-Drama à la Buried oder Nicht auflegen. Kritiker, wie etwa Peter Sciretta von Slashfilm.com, finden, dass „127 Hours eine brillante, herzzerreißende und bewegende Kinoerfahrung ist. Der Film wird euch in einem Moment zum Weinen bringen, im nächsten zum Lachen, und er wird euch in eure Sitze pressen, während ihr die Armlehnen umklammert und den Atem anhaltet. Dies ist eine erhebende Geschichte über die Beharrlichkeit eines Menschen, welche eine stärkere Charakterentwicklung zu bieten hat, als die besten fiktionalen Filme des bisherigen Jahres.“

Nach einem Unfall ist Arons Arm in einer Felsspalte eingeklemmt. Foto: Fox Searchlight Pictures

Nach einem Unfall ist Arons Arm in einer Felsspalte eingeklemmt. Foto: Chuck Zlotnik/Fox Searchlight Pictures

Regisseur des Streifens ist Regie-Superstar Danny Boyle, die Hauptrolle spielt James Franco. Diese Kombination klingt vielversprechend, denn beide haben es drauf. Boyle hat mit Trainspotting, The Beach, 28 Days Later oder Slumdog Millionär oft genug seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Und Franco hat in der Vergangenheit eine große schauspielerische Bandbreite gezeigt: vom Superschurken in Spiderman über einen verpeilt-sympathischen Dealer in Ananas Express bis hin zum schwulen Rebell in Milk. Franco ist immer für eine Überraschung gut – gut vorstellbar also, dass er auch in einer Ein-Mann-Show eine exzellente Figur macht. Bisher wurde der Film für über 50 Auszeichnungen nominiert, darunter für drei Golden Globes. Auch für die Oscar-Verleihung werden ihm gute Chancen eingeräumt – in sechs Kategorien ist er nominiert, darunter für „Bester Film“ und „Bester Hauptdarsteller“. Zu erwarten sind also ein fesselnder Thriller, eine schockierende Story und vor allem ein überzeugender James Franco.

„To say that this movie gets under your skin is only barely a figure of speech. It pins you down, shakes you up and leaves you glad to be alive.“ (A. O. Scott, New York Times)

„Oscar“-Update (28.02.11):
Sechs mal nominiert – aber leider nichts gewonnen. Die Konkurrenz war einfach zu stark für die beklemmende One-Man-Show. In fünf Kategorien scheiterten James Franco und Co. an The King’s Speech und The Social Network. Franco aber ist damit endgültig in der ersten Schauspieler-Liga angekommen.

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1 Comment

  • Patrick sagt:

    Eine Kritik zum Film befindet sich ebenfalls auf unserer Seite 🙂

    Der Film soll richtig gut sein, vor allem, wenn man die Interviews kennt.

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