Kino-Vorschau: Biutiful

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Mexiko/Spanien
Regie: Alejandro Gonzáles Iñárritu
Darsteller: Javier Bardem, Maricel Álvarez
Starttermin: 10. März 2011

Uxbal (Javier Bardem) ist vom rechten Weg abgekommen. Fotos: Focus Features/biutiful-themovie.com

Uxbal (Javier Bardem) ist vom rechten Weg abgekommen. Fotos: Focus Features/biutiful-themovie.com

Mit jedem Film, den er macht, wird Alejandro Iñárritu scheinbar exponentiell besser. Denn er gewinnt mit jedem Film mehr Anerkennung. Sein Fachgebiet: menschliche Angründe. Schon Iñárritus erster Spielfilm, Amores perros, wurde für einen Oscar nominiert und heimste über 50 andere Preise ein. Drei Jahre später folgte 21 Gramm: Zwei Oscar-Nominierungen und höchstes Lob der Kritiker. Nochmal drei Jahre später, Babel: siebenmal nominiert, einmal gewonnen. Die über 100 weiteren Preise und Nominierungen verstehen sich da von selbst.

Biutiful aber, der neueste Film Iñárritus, könnte selbst das noch mal toppen. Viele sprechen vom bisher besten Werk des Regisseurs. Mit Abstand. Der Film erzählt die Geschichte des spanischen Ganoven Uxbal (Javier Bardem). Uxbal ist vom rechten Weg abgekommen, sein Leben ist gescheitert. Und zwar richtig. Geld verdient er, indem er Einwanderer zu Fälscherarbeiten erpresst und nebenbei einen Ring von Straßenhändlern anführt. Zu Hause sorgt er als alleinerziehender Vater für seine beiden kleinen Kinder. Als bei ihm jedoch Prostatakrebs im Endstadium diagnostiziert wird, bleibt Uxbal nur noch wenig Zeit, um sein Leben zu ordnen und ihm kurz vor seinem Tod zumindest einen letzten Rest an Sinn zu geben.

Zu Hause kümmert sich Uxbal um seine zwei kleinen Kinder.

Zu Hause kümmert sich Uxbal um seine zwei kleinen Kinder.

Für seine überzeugende darstellerische Leistung gewann Javier Bardem (No Country for Old Men) die Goldene Palme in Cannes und wurde sowohl für Golden Globe als auch Oscar nominiert. Der Film wird zudem für Mexiko ins Rennen um den Oscar als bester fremdsprachiger Film geschickt. Die bisherigen Kritiken und der Trailer lassen erahnen, dass die Chancen für Mexiko dabei äußerst vielversprechend stehen.

„(It) ultimately gives us a story of hope, and from Bardem, a performance of staggering depth, unquestionably one of the year’s best.“ (Betsy Sharkey, Los Angeles Times)

„Oscar“-Update (28.02.11):
Leider konnten sich Javier Bardem und Biutiful weder in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ (gewonnen: Colin Firth/The King’s Speech) noch gegen die Konkurrenz der fremdsprachigen Beiträge (gewonnen: In a Better World/Dänemark) durchsetzen.

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