Schaubuden-Flair auf dem Weihnachtsmarkt

Von Haika Hartmann und Henrik Veldhoen

Heinrich Quick sticht heraus aus der Masse der Budenbesitzer. Wenn der Dortmunder Weihnachtsmarkt eröffnet, ist seine Stimme nicht zu überhören. Wie kein Zweiter versucht der 71-Jährige lautstark, seine Waren unter die Leute zu bringen. Sein Handwerk hat der Gewürzverkäufer auf dem Hamburger Fischmarkt gelernt – und das ist nicht zu überhören.

Dabei scheint es, als wäre der Gewürzverkauf seine größte Leidenschaft. Doch sein Hobby, erzählt Heinrich Quick, das sei die Pferdezucht. Eine der erfolgreichsten Zuchtstätten für Islandpferde gehöre ihm. Und trotzdem steht er Jahr für Jahr wieder auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt – seit 1968. Auch auf anderen deutschen Märkten ist er Stammgast. „Man muss eben Spaß haben in seinem Beruf, sonst ist man ja nicht gut“, kommentiert Quick. Dabei klingt er so, als wäre es selbstverständlich, in seinem Alter mit einem Gewürzwagen quer durch die Republik zu fahren.

Stammplatz auf dem Westenhellweg

Quick gehört zu den außergewöhnlichsten Verkäufern auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt. Nicht immer sind seine Sprüche jugendfrei, doch sie machen ihn zu einer Attraktion. Viele Kunden kämen seit Jahren zu seinem Stammplatz auf dem Westenhellweg, gleich hinter der Reinoldikirche. Und auch seine Standnachbarn kennt er seit Jahren, lauthals unterhält er sich etwa mit dem Besitzer des Glühweinstands gegenüber.

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