Wissenswert: So entstehen Schneeflocken

Schneeflocke.

Diese Schneeflocke wurde bei -10 Grad Celsius aufgenommen (Rechte: flickr.com/yellowcloud)

Schneeflocken haben eine ganz eigene Schönheit. Von Weitem scheinen sie für das menschliche Auge nicht mehr zu sein als ein weißer Fleck am Horizont – je näher man ihnen aber kommt, desto deutlicher wird, welche Struktur jede Schneeflocke besitzt.

Grundsätzlich sind Schneeflocken aus sechseckigen Eiskristallen zusammengesetzt, die sich bilden, sobald Wasser gefriert. Wenn mehrere dieser Eiskristalle übereinander liegen, verbinden sie sich über kleine Wassertropfen zur Schneeflocke. Obwohl jede Schneeflocke aber im Prinzip die gleiche Grundstruktur hat, ist keine wie die andere: Eine durchschnittliche Flocke besteht aus etwa 100 Trillionen Wassermolekülen. Die Kombinationsmöglichkeiten, wie sich die einzelnen Eiskristalle anordnen können, sind also quasi unendlich.

Kern aus Staub

Genauer entstehen Schneeflocken hoch oben in den Wolken durch Resublimation. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass das Wasser dort direkt vom gasförmigen in den festen Zustand wechselt. Rund um einen Kristallisationskern – das kann etwa ein Staubpartikel sein – bilden sich dann kleine sechseckige Kristalle, die immer weiter anwachsen, größer werden und am Ende die Schneeflocke bilden.

Der Fachausdruck für den Wachstumsprozess lautet „dendritisch“, abgeleitet vom griechischen „dendron“, was „Baum“ bedeutet. Das bezieht sich darauf, dass die Kristalle immer sechseckig wachsen, also lange Arme ausbilden, die vom restlichen Körper abstehen.

Schön, aber unpraktisch

Es gibt übrigens mehrere Arten von Schnee mit unterschiedlichen Namen: Je kälter es ist, desto feiner wird der Schnee, und je wärmer, desto dicker. Sehr feiner Schnee wird dabei „Diamantschnee“ genannt. Er sieht schön aus, eignet sich aber zum Beispiel leider nicht für eine Schneeballschlacht, weil er schlicht nicht so gut zusammenpappt.

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