Die Alternative zur langweiligen Vorlesung

Die gähnende Langeweile in den Hörsälen soll ein Ende haben: Das alternative Vorlesungsverzeichnis soll kommen! Den schnöden Unialltag wird es auch nicht umkrempeln können, aber vielleicht um einiges interessanter machen.

Ein Trommelbauworkshop an der TU Dortmund – Klingt im ersten Moment zwar etwas komisch, den Workshop kann es aber durchaus bald an der Uni geben. Nicht weil Professoren so etwas anbieten oder für gut befinden, sondern die Studenten. Diese und andere „Vorlesungen“ können die Studenten dann im alternativen

Schon während des Bildungsstreiks war das AV ein Thema.

Schon während des Bildungsstreiks war das AV ein Thema.

Vorlesungsverzeichnis finden, dass gerade noch vom Arbeitskreis Vorlesungsverzeichnis – oder den freien Studenten mit dem Alternativen Vorlesungsverzeichnis- erarbeitet wird. Anfang Februar wurde in Dortmund ein Aufruf gestartet. Alle interessierten Studenten haben ab sofort die Möglichkeit sich zu melden, wenn sie eine interessante Veranstaltung anbieten können oder sich wünschen. „Dafür das Massenemails eher ein unpersönliches Medium sind, von dem sich kaum jemand angesprochen fühlt, war die Resonanz ziemlich hoch,“ findet Karl Martin, Mitglied des Arbeitskreises. Die Idee zu dem Verzeichnis stammt aus der Zeit vor Weihnachten. Die Studenten der TU Dortmund hatten zu diesem Zeitpunkt im Rahmen des Bildungsstreiks den Hörsaal der EF 50 besetzt. Und dort entstand auch die Ursprungsidee des alternativen Vorlesungsverzeichnisses. Karl Martin beschreibt den Gedanken so: „Wir wollten das alternative Vorlesungsverzeichnis eigentlich schon vorher machen, haben es aber dann wegen dem ganzen Druck nicht geschafft eine inhaltlich gute Veranstaltungsreihe auf die Beine zu stellen. Deshalb machen wir das jetzt zum Semesteranfang.“

Während des Streiks.

Protest während des Streiks.

Brandneu ist die Idee übrigens nicht: Auch an der Uni in Bochum und an anderen Universitäten gibt es ein alternatives Vorlesungsverzeichnis. Um die zehn Veranstaltungen wird es geben und viel mehr sind noch geplant, allerdings hat der Arbeitskreis oft nur mündliche Zusagen die noch konkretisiert werden müssen. Bisher gibt es Interesse an allem, was in den musikalischen oder kulturellen Bereich geht. „Was es bisher noch nicht so viel gibt sind politische Veranstaltungen. Allerdings wollen wir keinen inhaltlichen Rahmen vorgeben, alle Veranstaltungsvorschläge sind willkommen. Die Studenten müssen ihre Forderungen nur selbst stellen oder entsprechend umsetzen.“

Stattfinden werden die Seminare alle an der Universität. In welchem Rahmen und wie oft, hängt dann aber vom Dozenten ab. Außerdem muss noch geklärt werden, welche Räume im Enddefekt dafür zur Verfügung stehen.

Noch bis zum 15. März konnten Interessenten sich per Email beim Arbeitskreis melden und eine Vorlesung anbieten oder vorschlagen, die Frist wird aber eventuell verlängert. Danach wird es konkretere Pläne geben, die dann zum Anfang des Semesters bekannt gegeben werden. Und wie es mit dem alternativen Vorlesungsverzeichnis dann weitergeht, erfahrt ihr natürlich hier oder unter http://www.protest-dortmund.de/2010/03/02/258/.

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