Rechte greifen Flüchtlingsdemo an

Bei dem Protestcamp syrischer Flüchtlinge, die seit Dienstag vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Dortmund kampieren, ist es zu Übergriffen Rechter gekommen. Fünf Männer wurden vorübergehend festgenommen, ihnen drohen jetzt strafrechtliche Konsequenzen.

Am Dienstagabend hatte eine Gruppe Rechtsextremer versucht, die protestierenden Flüchtlinge einzuschüchtern. Unter ihnen war auch Michael Brück, Vertreter der Rechten im Dortmunder Stadtrat und weitere stadtbekannte Rechte. In unmittelbarer Nähe der Asylbewerber formierte sich eine 15 Mann starke Gruppe. „Abschieben“, brüllten die Rechten unter anderem den Asylbewerbern zu. Eine direkte Attacke konnte die Polizei verhindern, indem sie Platzverweise gegenüber den Rechtsextremen aussprach. Um diese durchzusetzen, wurden Michael Brück und weitere vier Männer vorübergehend festgenommen.

Seit dem frühen Mittwochmorgen sind die fünf Rechtsextremen wieder auf freiem Fuß. Eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und der versuchten Befreiung bereits Festgesetzter wird nun von der Staatsanwaltschaft verfolgt.

„Wir lassen nicht zu, dass Menschen, die hier in Deutschland und in Dortmund Hilfe suchen, mit Methoden wie in der Nazizeit eingeschüchtert werden. Eine solche Hetze dulden wir nicht“, sagte Polizeisprecherin Amanda Kolbe dem WDR. Oberstes Ziel sei es, die angemeldete und genehmigte Demonstration der syrischen Asylbewerber zu schützen.

 

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