Kirchenaustritt: So funktioniert’s!

Die Spitze des Kirchturms

Durch den Missbrauchsskandal hat die Kirche die Unzufriedenheit vieler Menschen mit der Institution auf die Spitze getrieben. Letzter Ausweg: Austritt. Foto: pixelio/Thommy Weiss

Der Austritt aus der katholischen Kirche ist weniger kompliziert als viele annehmen. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die man dazu wissen sollte. Wir haben sie für Euch zusammengestellt.

  • In NRW ist für dieses Vorhaben das Amtsgericht zuständig (in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern geht man zum Standesamt).
  • So sagt es die Behörde: „Die Erklärung kann mündlich zur Niederschrift des Urkundsbeamten des Amtsgerichts oder schriftlich in öffentlich-beglaubigter Form abgegeben werden.“
  • Wichtig ist, den Personalausweis oder den Reisepass in der Tasche zu haben.
  • Ab dem Alter von 14 Jahren können auch schon Jugendliche ohne das Einverständnis der Eltern aus der Kirche austreten.
  • Ob wegen einer Glaubenskrise oder der Kirchensteuer (9 Prozent der Steuerschuld): Gründe für den Austritt muss man nicht angeben.
  • Nur in Berlin, Bremen und Brandenburg ist der Austritt kostenlos. In NRW wird eine Gebühr von 30 Euro fällig.
  • Wer austritt, bewirkt seine Exkommunikation. Die Folge: Keine Kommunion, keine kirchliche Trauung (außer: der Partner ist noch Kirchenmitglied), keine kirchliche Beerdigung.
  • Ausgetretene dürfen außerdem keine Taufpaten oder Trauzeugen sein
  • Der Wiedereintritt in die katholische Kirche ist nicht nur ein Verwaltungsakt. In der Regel gehen Gespräche mit einem Pfarrer oder Bischof diesem Schritt voraus.

16 Comments

  • Hans sagt:

    Wowa,

    Leider völlig richtig Ihr Beitrag.
    Auch ich bin nach den etlichen Entgleisungen des Ruhrbischof (Bistum Essen) Anfang des Jahres mit schwerem Herzen ausgetreten.

    Mir reicht diese heuchelei der kath. Kirche nun!

  • Wowa sagt:

    Nach dem bekannt wurde, dass der Kirchensteuer in die Flüchtlingshilfe fliest, war ich ausgetreten. Für eigene Pflegebedürftiege, Kinder hat die Kirche kein Geld.
    Islamisierung wird vorangetrieben, mit kräftiger Hilfe von der kat. Kirche!!
    Einfach unerträglich!

  • German.S; sagt:

    Hoch die Kanzel nieder der Verstand das ist das Katolenland! Darum wähle ich keine Partei
    mit dem C am Anfang und bigotteri hoch drei .Die sollten mal das Grundgesetz genau lesen
    Staat und Kirche gehören strikt getrennt, auch die absurden Geld- Zuwendungen und als
    kostenfreier Steuer-Eintreiber für die Pfaffen! Vor 50 Jahren Kirchenaustritt und 50 mal diesen
    Jubeltag gefeiert Halleluja! Auch die Studienplätze die Anwerter und „Professoren“ auf den
    Himmelsfahrt und Jungfrauen Verein belegen, möchte ich lieber mit bedürftigen Studenten be-
    setzen.Die SÜND-teuren Heiligsprechungen (pro etwa EU 5ooooo)darum diese schwemme,
    oder der Handel mit ausgegrabenen Gladiorenknochen oh,Hl.Gladioratius usw.
    +

  • Maria Knape sagt:

    Wenn ich an die katholisch Kirche denke, bekomme ich im hinblick auf alle sexuellen Übergriffe die vertuscht werden das Kotzen.Wenn die Katholische Kirche auch nur einen Bruchteil Ihres Vermögens einsetzen würde, gäbe es keinen Hunger auf er Welt.

  • charly sagt:

    Ich habe eine Frage.
    Ich habe ein Patenkind.
    Wenn ich nun aus der Kirche austrete, erlischt das dann????

  • H .L sagt:

    Ich kann mir die Verlogenheit der Kirche nicht mehr anhören .
    Kinderschänder und Heuchler brauchen wir nicht .Ich trete aus der Kirche aus !!!!!

  • Stefan sagt:

    Wollte auch austreten (NRW) Kann mich nur meinen Vorrednern anschließen. PROBLEM ist nur das es bei unserem Amtsgericht – nur von 8-12 Uhr Montags! Wo alle Leute arbeiten müssen, unteranderem ich auch. Das ist echt ein Witz, muss man sich extra 1 Urlaubstag für nehmen, als ob das nicht beabsichtigt ist von denen, echt eine Frechheit.

  • Gruben sagt:

    Kindesmissbrauch wird anscheinend unter den Tisch gekehrt, jetzt dieser Protz- Bischoff. Mir reicht es! Meinen Seelenfrieden habe ich in der Apostolischen Gemeinde gefunden, dort wird Nächstenliebe noch gelebt.

  • Uli sagt:

    Ich zahle seit über 20 Jahren Kirchesteuer und habe eigentlich nie einen Dank dafür erhlten seitens der Kirche! Es ist normal!
    Seit einem Jahr lebe ich nun schuldlos im Trennungsjahr und da maeine Freu nicht gearbeitet hat und arbeitet, zahle ich „Unmengen“ an Unterhalt!
    In dieser Situation frage ich mich, wo bleibt hier die Kirche? Es gibt nicht einmal die Möglichkeit, eine zeitlang die Kirchensteuer auszusetzen, damit man auch während und nach der Trennung ein lebenswertes Leben führen kann! Glücklicherweise bin ich nicht in der Situation, dass ich mich verschulden muss, aber es ist an der Gernze, zumal ich immer gut verdient habe und jetzt sehen kann, wie ich finanziell klar komme! Im Ruhrgebiet ist mittlerweile jeder 7. bei der Schuldenberatung. Ein Hauptgrund ist die Scheidung! Wo ist da die Kirche, wo unterstützt und wie hilft sie? Deshal überlege ich, aus der Kirche auszutreten, was ich bisher noch nicht getan habe! Überigens: Derzeit ist Flutkatastrophe und ich frage mich, warum die Kirche nicht auch hier einmal behilflich sein kann und die Opfer unterstützt. Viele Hilfen, die die Kirche anbietet (Beispiel Miserior) werden auch nicht durch die Kirchensteuer finzanziert! Vielmehr wird hierfür in der Kirche gesammelt und dann gespendet! Ich frage mich, wo der soziale Unterstützung der Kirche bleibt, welche ja eigentlich ihre Aufgabe ist!
    Sicher dauert meine Entscheidungsfindung noch einige Zeit, aber umso mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kristallisiert sie sich heraus! Lieber helfe ich einem Patenkind in Afrika oder Indien zu einem lebenwerten Leben!

  • Lukas Schörner sagt:

    Die Auskunft, dass man als konfessionsloser kein Trauzeuge mehr sein kann ist falsch! Man kann zwar kein Taufpate mehr sein, aber durchaus Trauzeuge, unabhängig davon, welcher Konfession man angehört.
    Quelle:
    http://www.katholisch.de/de/katholisch/glaube/unser_glaube/ehe/fragen_und_antworten_ehe.php

  • Jacqueline sagt:

    Guten Abend
    Ich selber mache mit ein paar Frauen, seid 6 Jahren
    ein Bibel Studium privat zu Hause. Und leider hat die
    Kirche wenig mit dem zu tun was in der Bibel steht.
    Es sind viele Punkte die mich stören und das sind garnicht mal
    die Kirchensteuer!!!!!! Und gerade weil ich eine Tochter
    habe,bin ich verpflichtet ihr die Warheit bei zu bringen.
    Fangen wir mit der Kindertaufe a, was die Kirche eingeführt hat.
    Mann lässt sich eigentlich taufen,wenn man Erwachsen ist.
    Viele wissen doch garnicht mehr den Sinn, meine Tochter ist nicht getauft
    und ich bin auf dieser Seite gelandet. Da ich austreten möchte und ich
    mich informiere wie es geht.

  • Silke E. sagt:

    Das ist so nicht ganz richtig, bzgl. Kommunion & Taufpate. Eine Bekannte hatte trotz Austritt aus der Kirche die hl. Kommunion ihrer Tochter gefeiert! Die Taufpatin meines Sohnes ist auch kein Kirchenmitglied mehr…

  • Jenni B. sagt:

    Also wenn ich nach den ganzen Medienberichten handeln würde, so würde ich mich sicherlich auch für einen Austritt entscheiden.
    Allerdings kann hiervon einiges abhängig sein, insbesondere dann, wenn man beispielsweise im sozialen Sektor/in einem sozialen Beruf tätig ist und sich kirchliche/freie Träger als potentielle Arbeitgeber offen halte möchte. – Ein Kirchenaustritt kann hier auch arbeitsrechtliche Konsequenzen zur Folge haben , da ein Arbeitsverhältnis in der Regel in diesem Sektor an eine Kirchen-Mitgliedschaft gebunden ist bzw. diese vorausgesetzt wird. Sofern man in einem solchen Arbeitsverhältnis steht, kann der Kirchenaustritt auch ein Kündigungsgrund sein (dies ist meistens auch im Vertrag festgeschrieben). Tritt man aus, bleiben einem nur noch die öffentlichen Träger und damit würde man seine Arbeitsmöglichkeiten ganz schön einschränken.

  • Klaus Neudecker sagt:

    Ich muss mich schämen,ein katholik zu sein, was ständig hier in letzter Zeit von der
    Katholischen Kirche hört, nur noch Dreck und Schande. und dies kann ich mit meinem
    Gewissen nicht mehr verantworten,also trete ich aus,so einfach ist das.
    Doch traurig ist hier der Papst sieht nur zu ,getan wird nichts. Nur gesappel und gesappel über den Weltfrieden in alle Länder,ich denke da sollte die Kirche erstmal in den eigenen reihen
    aufräumen.Homoehe Lespenehe pfui ,wo steht da etwas in der Bibel.Oh Gott ist die
    Welt gesunken, ein Sodom und Gomora, jeder kann machen was er will, Ordnung und
    Gerechtigkeit war einmal. Aber jeden Sonntag in die Kirche latschen,und das Vater Unser
    runter labern, und nach der Messe ,vor der Kirche ist jedermann wieder ein Arschloch.
    Die Katholische Kirche ist für mich heute ein Verein, was noch eine Kirche werden will,
    aber hierzu fehlt der Charkter,aber den muss man erst schaffen,aber dazu braucht man
    Menschen und keine Studie zum Missbrauch usw.

  • Lutz T. sagt:

    Gerade weil ich meinen Kindern ein Vorbild sein möchte, trete ich nun aus der katholischen Kirche aus. Das letzte Argument in meinem inneren Zwiespalt zugunsten des Austritts lieferten heute Vormittag die Medien. Einem Vergewaltigungsopfer wurde die Behandlung in zwei katholischen kölner Krankenhäusern verweigert. Vermutlich aus Angst die „Pille danach“ verschreiben zu müssen. PFUI !!!
    ´Die eingestampfte Studie zum Mißbrauch, der Zölibat, die Homoehe und die Verfolgung der Mitglieder des „Katakomben Paktes“ die „Für eine dienende und arme Kirche“ eintraten…sind Argumente genug. Für Letztgenanntes war übrigens auch Ratzinger verantwortlich.

  • Melanie Giesen sagt:

    Wenn ich nicht die Verantwortung meiner Kinder hätte, würde ich sofort aus der Kirche austreten! Die neuesten Nachrichten, dass die kath Kirche die Studie gestoppt hat bzgl Missbrauch hat mich mal wieder dazu bewogen, ernsthaft darüber nachzudenken! Ein Skandal….

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