Schwarz-gelber Traumjob

„Es ist nicht irgendein Studentenjob, es ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Thomas Klein. Er lächelt, seine Augen strahlen vor Begeisterung. Das „Besondere“, von dem er spricht, ist seine Arbeit als Studentische Hilfskraft bei Borussia Dortmund. Genauer gesagt bei der BVB-Stiftung „leuchte auf“.  Denn die ist für ihn gleich in doppelter Hinsicht ein Glücksfall.

Thomas Klein arbeitet bei der BVB-Stiftung "leuchte auf". Foto: Kunz

Thomas Klein arbeitet bei der BVB-Stiftung „leuchte auf“. Foto: Anna Kunz, Teaserbild: Erich Westendarp/pixelio.de

Feierlaune, Fankult, Fußball:  Borussia Dortmund steht für Leidenschaft – auf und neben dem Platz. Dass die Anhänger ihren Club leidenschaftlich lieben, viel für ihn geben, liegt wohl in der Natur der schwarz-gelben Sache. Doch der Verein setzt sich umgekehrt auch für seine Fans und die Menschen der Region ein, indem er ihr soziales und bürgerschaftliches Engagement durch Sach- und Geldspenden unterstützt.  Corporate Citizenship, kurz CC, heißt das im Fachjargon. Und genau das untersucht der 32-Jährige im Rahmen seines Master-Studiums Sozialmanagement an der FH Bochum.

Die Theorie aus dem Studium auch mal umsetzen

Aktuell steht  Thomas Klein in den Startlöchern für seine Master-Arbeit. „Die Bedeutung des sozialen und bürgerschaftlichen Engagements von professionellen deutschen Fußballvereinen unter Bezugnahme auf verschiedene Strategieprozesse zur Vereins- bzw. Unternehmensausrichtungen“ heißt der Titel. Wie die Faust aufs Auge passe sein Studentenjob deshalb zu dem, was er wissenschaftlich belegen und bewerten will.  Anfragen beantworten, Anträge bearbeiten und im Kontakt mit Initiatoren und Vereinen Fragen klären:  „Hier erlebe ich das, was ich sonst theoretisch höre und lese, hautnah. Ich bin Teil der Abläufe. Das ist auf der einen Seite sehr interessant. Auf der anderen Seite stehe ich selber auch voll hinter der Idee der Stiftung, sehe absolut den Sinn in der Arbeit, die wir hier leisten. Das ist eine unheimlich wertvolle Zeit für mich, die ich sehr genieße.“

Anfragen per Anruf, Mail, Brief oder Fax landen bei Thomas Klein

Mehr als 100.000 Euro verteilte die Stiftung allein in ihrem ersten Jahr an unterstützenswerte Projekte. Und obwohl es „leuchte auf“ erst gut ein Jahr gibt,  sei die Resonanz enorm, so Thomas Klein. Ständig gingen Anfragen für Sach- und Geldzuwendungen ein. Anrufe, Mails, Briefe und Faxe, die über Thomas Kleins Schreibtisch gehen. „Im Moment vergeben wir 30 bis 40 Zusagen für Sachspenden pro Woche. Die tatsächlichen Anfragen sind aber gut doppelt so viele“, rechnet er vor. Hinzu kommen die zahlreichen Anfragen für Geldzuwendungen. Die Auswahl erfolge nach festgelegten Kriterien, die sich an den Zielen der Stiftung orientieren. „Wir unterstützen Vereine oder gemeinnützige Gruppen und Organisationen, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren.“ Konkret sind das die Bereiche Inklusion und Integration, bürgerschaftliches Engagement und Zukunft. „Das sind Projekte, bei denen es zum Beispiel um die Bildung von Kindern und Jugendlichen geht“, erklärt Thomas Klein, der bereits eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann und ein Studium der Heilpädagogik hinter sich hat.

Seit zwei Monaten arbeitet er für die BVB-Stiftung. Ab und zu muss er sich der leidenschaftliche Borussiafan immer noch  kneifen, um zu fassen, was gerade passiert: Dass er tatsächlich seinen schwarz-gelben Traumjob macht, der ihm auch noch bei seiner Abschlussarbeit hilft. „Das ist schon echt wie ein Sechser im Lotto. Es war glückliche Fügung: Ich habe vorher im BVB-Merchandising gearbeitet und einfach nachgefragt, ob die Stiftung nicht meine Unterstützung gebrauchen könnte“, erinnert sich Thomas Klein. Konnte sie. „Eigentlich ist das wie auf dem Fußballfeld“, sagt Thomas Klein und grinst: „Manchmal braucht man eben nicht nur die richtige Idee, sondern auch ein bisschen Glück.“

 

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